Bildung und gebrauch des passivs in der deutschen sprache
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Bildung und gebrauch des passivs in der deutschen sprache

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INHALTSVERZEICHNIS

EINLEITUNG 4

1. Unterschied zwischen Aktiv und Passiv 6

2. Passivbildung 8

2.1 Bildung des Vorgangspassivs 10

2.1.1 Agensangabe des Vorgangspassivs 14

2.1.2 Unpersönliches Passiv 16

2.1.3 Vorgangspassiv mit Modalverb 17

2. 1. 4 Funktion des Vorgangspassiv 19

2.2 Bildung des Zustandspassivs 20

2.2.1 Agensangabe des Zustanspassiv 22

2.2.2 Zustandspassiv mit Modalverb 22

2.2.3 Zustandspassiv und Zustandsreflexiv 23

2.2.4 Zustandspassiv und andere Konstruktionen 23

3. Passivfähigkeit 25

3.1 Transitive Verben 25

3.2 Intransitive Verben 26

3.3 Reflexive und unpersönliche Verben 27

3.4 Verben mit Infinitiv ohne „zu“ und feste Verbverbindungen 27

4. Gebrauch vom Passiv in publizistischen und sachlichen Texten 29

4.1 Einteilung und Häufigkeit der Passivsätze im Gesetztext 29

4.2 Einteilung und Häufigkeit der Passivsätze in der Gebrauchsanweisung 31

4.3 Einteilung und Häufigkeit der Passivsätzen in der Zeitschrift 33

SCHLUSSFOLGERUNGEN 35

REZIUMĖ 37

LITERATURVERZEICHNIS 38

ANHANG 39EINLEITUNG

Das Thema dieser Jahresarbeit lautet „ Bildung und Gebrauch des Passivs in der deutschen Sprache“.

Das zu behandelnde Thema ist unter linguistischem Aspekt gleichermaßen wichtig wie schwierig: Einerseits ist das Passiv eine häufige Form, hat ein weites Verbreitungsgebiet und einen eigenen kommunikativen Bereich. Andererseits enthält seine linguistische Beschreibung zahlreiche Probleme, die in den Gesamtgrammatiken unzureichend reflektiert werden und sehr oft auch eine unterschiedliche oder gar kontroverse Erklärung finden.

Dieses Thema stellt für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache ein schwieriges Lernobjekt dar, weil die Äquivalente in den anderen Sprachen (den Muttersprachen der Lerner) verschieden sind. So wird z. B. das werden-Passiv oft mit dem sein-Passiv verwechselt, wenn für beide grammatischen Erscheinungen des Deutschen in der Muttersprache nur ein Äquivalent vorhanden ist .

Das Ziel dieser Arbeit ist Möglichkeiten der Bildung des Vorgangspassivs und des Zustandspassivs zu beschreiben und zu klären, ob alle Verben in der deutschen Sprache passivische Konstruktionen bilden können; auch Besonderheiten des Gebrauchs vom Passiv zu zeigen.

Das deutshe Verb, als grammatische Kategorie , ist an verschiedenen Formen reich. Für die Wahl der sprachlichen Mittel und der grammatischen Form ist die Mitteilungsperspektive massgebend. Diese Perspektive ist auf die Person oder Sache gerichtet, über die etwas berichtet wird. Sie entscheidet sich für die Wahl des Subjekts, nach den sich der leksikalische oder strukturelle Aufbau des Satzes richtet.“ Eines der grammatischen Mittel für die Beibehaltung oder Änderung der Mitteilungsperspektive zur Anpassung der Beschreibung an die Sprechsituation oder an den Kontext ist das Passiv. Wenn das Prädikat vom Verb „ werden“ und von einem Partizip II besetzt ist, handelt es sich um einen Passivausdruck. Solche Definition des Passiv gibt „ Kleines Lexikon zur deutschen Grammatik“ von H. Griesbach.

Es gibt in der deutschen Sprache drei Genera: das Aktiv, das Passiv (Vorgangaspassiv) und das Zustandspassiv. Diese Genera unterscheiden sich voneinander ganz deutlich. Die ersten zwei werden von allen Grammatikern anerkannt, das dritte dagegen findet sich in den Grammatikbüchern unter verschiedenen Bennennungen: das Stativ, die Fügung sein + Partizip II, das sein – Passiv. Das Passiv und das Zustandpassiv sind analytische Formen, die mit den Hilfsverben „ werden“ und „sein“ gebildet werden.

Man braucht die Genera, um die eigenen Gedanken präziser auszudrücken. Es ist bekannt, dass der gleiche Sachverhalt in unterschiedlichen Blickwinkeln gesehen werden kann. Der Sprechende bzw. der Schreibende hat die Möglichkeit eine bestimmte Schattierung dem Geschehen mit entsprechenden sprachlichen Mittel zu gewähren. Je nach seiner Absicht, den Sachverhalt mitzuteilen, kann man sich zwischen Aktiv, Passiv, bzw. Zustandpassiv aussuchen.

Die Verfasser der „Deutschen Grammatik“(W. Eichler und D. Büntig, 1994, 116)geben folgende Merkmale allen Genera an: „ Das Aktiv ist immer : täterzugewandt, vorgamgsorientiert; der Täter muss genannt werden. Das Vorgangspassiv ist: täterabgewandt, vorgangsorientiert; der Täter kann genannt werden. Das Zustandspassiv ist: täterabgewandt und nicht vorgangsorientiert; der Täter darf bei vielen Verben nicht genannt werden.“

In dieser Arbeit stüzt man sich auf die Teilung der Grammatiken von E. W. B. Hess-Lüttlich, U.Engel, H. Dreyer und R. Schmitt, Prof. Dr. P. Eisenberg, K. Hall, B. Scheiner und anderen.

Die Aufgaben dieser Jahresarbeit sind:

1. Unterschiede zwischen Passiv und Aktiv,

2. Bildung von Vorgangs- und Zustandspassiv,

3. die passivunfähige Verben zu beschreiben.

4. Die Besonderheiten vom Gebrauch des Passivs in verschiedenen Texten zu untersuchen und mittels der Belege zu verdeutlichen.

1. Unterschied zwischen Aktiv und Passiv

Es gibt im Deutschen zwei Genera: das Aktiv und das Passiv. Sie sind zwei Verbalsysteme, mit denen das Verhältnis des Subjekts zum Geschehen ausgedrückt wird. Aktiv und Passiv sind in Texten der deutschen Gegenwartssprache ungleich verteilt. Die Grammatik von Prof. Dr. P. Eisenberg(1998, 172) legt solche Statistik fest: „ Auf das Aktiv entfallen im Durschnitt etwa 93%, auf das Passiv etwa 7%( Vorgangspassiv ca. 5%, Zustandspassiv ca. 2%) der finiten Verbformen.“
Aufgrund dieser Verteilung kann man das Aktiv als Erst- und das Passiv als Zweitform bezeichnen und bei der Beschreibung so verfahren, dass man das Aktiv als einfache, mehr oder weniger merkmallose Ausgangsform ansetzt und das Passiv als davon abzuleitende Kontrastform. Diese Betrachtungsweise bedeutet natürlich kein abwertendes Urteil über die Wichtigkeit des Pasivs.

Das Aktiv ist im Deutschen , genau wie in jeder anderen Sprache, für Grundstruktur gehalten. Das Aktiv stellt den Handelnden in den Vordegrund; er erscheint also als Träger der Handlung. Das Subjekt(bzw. Der Handelnde) ist aktiv, und die Handlung geht von ihm aus. Das Aktiv schenkt also die ganze Aufmerksamkeit dem Handelnden, dem Täter, dem Subjekt u. s. w.

Der semantische Unterschied zwischen den zwei Genera wird an den Wandlungen desselben Verbs sichtbar:

• Selbstverständlich übernimmt die Krankenkasse die Kosten für alle Notwendige. ( „Spiegel“ , Nr. 32, 3) – Aktiv

• Der Ausstoß der Rußpartikel wird so bis an die Grenze des Messbaren reduziert. ( „Spiegel“ , Nr. 32, 40) – Passiv

Das Aktiv bezeichnet eine Handlung , die vom Satzsubjekt ausgeht und meist auf ein Objekt gerichtet ist. Fehl das Objekt, so bleibt doch das Satzsubjekt Träger eines Vorganges, eines Zustandes oder einer eigenschaft, die das Prädikat angibt. (= Ausgangspunkt des Verbalgeschehens, der/das Ageres, der Täter, Urheber des Vorgangs).

Die Verfasser der „ Übungsgrammatik für Fortgeschrittene“ (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 61) geben solche Merkmale für Aktiv und Passiv an: „ Aktiv und Passiv geben verschiedene Aspekte eines Vorgangs an; sie unterscheiden sich in der Sehweise: Im Aktivsatz steht ein handeldes Subjekt, der „ Täter“, im Mittelpunkt. Im Passiv tritt der „ Täter“ zurück und wird oft gar nicht genannt.“

Das Passiv bezeichnet eine Handlung, die Umgekehrt auf das Satzsubjekt gerichtet ist. Von wem die Handlung ausgeht, kann durch das präpositionale Objekt angegeben werden oder, wenn man entscheidet, dass die handelnde Person unwichtig oder unnötig ist, überhaupt unausgedrückt bleiben.

• Der Ausstoß der Rußpartikel wird so bis an die Grenze des Messsbaren reduziert. ( „Spiegel“ , Nr. 32, 41)

Wenn der Urheber einer Handlung nicht bekannt ist, gebraucht man einen Aktivsatz mit „man“. Bei so einem Passivsatz fehlt „ man“ immer weg.

• Man baut hier ein neues Haus.

• Hier wird ein neues Haus gebaut.

Obwohl das Akkusativobjekt des Aktivsatzes häufig Subjekt des Passivsatzes wird, sind Aktiv und Passiv also höchst unterschiedlich; sie haben verschiedene Funktion und sind keineswegs die Umkehr der jeweilige Struktur.

Das Passiv hat dieselben Zeitformen wie das Aktiv (Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II). Aber was Modi anbelangt, so bildet es den Indikativ und den Konjuktiv , aber keinen Imperativ. Das Passiv ist also eine sprachlich – grammatische Variante zur Beschreibung außersprachlicher Sachverhalte. Der Gebrauch des Passivs hängt davon ab, wie sich der Sprecher äußern will, d.h. auf wen/was er die Aufmerksamkeit richtet. Es kommt immer auf die Wahl des Subjekts an, ob sich der Sprecher für eine andere Ausdruckform(Aktiv) entscheiden muss.

Der größte Unterschied zwischen zwei deutschen Genera ist jedoch die Gelegenheit ihre Formen zu bilden. Das Aktiv als das Grundgenus der Aussage erstreckt sich über alle Verben, das Passiv kennt gewisse leksikalische Einschränkungen, die in weiteren Kapiteln untersucht werden.

2. Passivbildung

Das Deutsch kennt im Gegensatz zu manchen anderen Sprachen (z. B. zum Lateinischen) nur eine analytische Passivbildung. Das Passiv wird vom Partizip Perfekt des Vollverbs und der entsprechenden Form des Hilfsverbs „werden“ gebildet (Vorgangspassiv), daneben gibt es auch eine Passivbildung mit „sein“ (Zustandspassiv). Passivbildung ist in allen Tempora möglich, wobei die Zeitstufe bei Präsens und Präteritum durch die entsprechende Form des Hilfsverbs „werden“, bei allen anderen Tempora unter zusätzlicher Zuhilfenahme von „sein“ und/oder einem zweiten „werden“ ausgedrückt wird.

In verschiedenen Grammatiken wird das Passiv unterschiedlich gegliedert und betrachtet, deswegen entstehen den Studenten viele Probleme beim Passiverlernen, weil manche Gliederungen wirklich verwickelt sind.

Der Grammatiker Hans Jürgen Heringer in seiner Grammatik „ Grammatik und Stil“ ( 1989,204 ff. )gliedert Passiv so:

1. Das werden – Passiv(Vorgangspassiv)

2. Zustandspassiv

3. Dativpassiv. Der Grammatiker stellt fest: „ Das Dativpassiv wird mit einer Form von bekommen, erhalten, (umgangssprachlich auch kriegen) und dem Partizip II gebildet“. (H.J. Heringer, 1989, 208)

Der Vefasser der Grammatik „ Deutsche Grammatik“ (1998, 461ff.) führt ganz unterschiedliche Gliederung des Passivs von anderen Grammatiken an. Diese Gliederung ist sehr kompliziert und unvorteilhaft . In dieser Grammatik werden folgende Gliederung und Beispiele ausgeführt:

1. Volles Passiv (mit richtigem Subjekt):

a. * werden-Passiv

(1) Die Hütte wird gebaut.

b. * sein-Passiv

(2) Die Hütte ist gebaut.

c. * bekommen-Passiv

(3)Sie bekommt die Urkunde ausgehändigt.

d. * gehören-Passiv

(4) Ihm gehört die Meinung gesagt.

2. Neutrales Passiv (ohne Subjekt; Prädikat in 3. Pers. Sing.)

(5) Hier wird nicht geraucht.

(6) Jetzt ist
formen zum Passiv

a. Syntaktische Parallelformen (in aktivischen Strukturen):

(7) Der Erfolg hat sich erst später eingestellt.

(8) Dieses Buch liest sich leicht.

(9) Die Suppe kocht.

(10) Du glaubst das einfach nicht.

(11) die laut Anweisung auszuführenden Arbeiten (Gerundiv)

b. Lexikalische Parallelformen:

a) Funktionsverbgefüge

(12) zum Vortrag kommen (vs. zum Vortrag bringen)

b) Aktivsätze mit dem Subjekt „man“

(13) Solche Hemden trägt man nicht mehr.

c) Formen mit modaler Komponenten:

* es gibt, es gilt, es heißt + Infinitiv mit „zu“

(14) Es gibt viel zu tun.

* sich lassen + Infinitiv

(15) Hier läßt sich gut leben.

*sein, bleiben + Infinitiv mit „zu“

(16) Die Arbeit ist nach Anweisung auszuführen.

(17) Diese Frage bleibt noch zu diskutieren.

* stehen (mit Verben der Erwartung) + Infinitiv mit „zu“

(18) Es steht zu befürchten, dass die Unfälle sich häufen.

* [Alltagssprache] gehen + Infinitiv mit „zu“

(19) Der Verschluss geht nicht mehr zu reparieren.

In der „ Übungsgrammatik für Fortgeschrittene“ (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 61) wird die Gliederung des Passivs von erwähnten Tielungen verallgemeinert und konkretisiert. Die Grammatik führt zwei große Teile des Passivs an:

1. Vorgangspassiv:

a) Unpersönliches Passiv

b) Vorgangspassiv mit Modalverb

2. Zustandpassiv

Da das Ziel dieser Arbeit die Bildung des Vorgangs,- und Zustandtspassivs zu erklären ist, stützt man auf die Teilung des Passiv von K. Hall , B. Scheiner.

2.1 Bildung des Vorgangspassivs

Das Vorgangspassiv wird noch in manchen Grammatiken wie „Deutsche Grammatik“ von Ulrich Engel, „ Grammatik und Stil“ von Hans Jürgen Heringer, „ Grundriss der deutschen Grammatik“ von Peter Eisenberg als „ werden – Passiv“ genannt. Das Vorgangspassiv beschreibt einen Prozess aus einer Sicht, in der der „Handelnde” (das Agens, hier das Kind resp. alle) in den Hintergrund rückt oder ganz weggelassen wird.

Der Grammatiker Ulrich Engel(1998, 460) stellt fest, „das werden – Passiv ist die meistgebrauchte der vier Passivarten. Dennoch kommt es durschnitlich bei nur ca. fünf Prozent aller Verbalkomplexe vor; das heißt: Nur jeder zwanzigste Satz ist, statistisch gesehen, ein Satz mit werden-Passiv. Am häufigsten wird das werden-Passiv in der Sachprosa verwendet, auch in wissenschaftlichen Texten, in Handbüchern, Betriebs- und Gebrauchsanleitungen, Reparaturanweisungen und in Grammatiken.“

Das Vorgangspassiv weist dieselben Zeitformen und zwei Formen des Infinitivs auf, wie das Aktiv. Alle 6 Zeitformen des Passivs sind zusammengesetzte Verbalformen.( Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I, Futur II ).

Konjuktion des Vorgangspassivs:

ZEIT BEISPIEL BILDUNG

Präsens Warum werden denn nicht auch einmal die Leistungen der Apotheken thematisiert?

( „Spiegel“, Nr. 32, 2002, 12) Werden (Präsens) + thematisieren (Perfekt)

Imperfekt Unter dieser Prämise jedoch wurde Schröder 1998 gewählt. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 8) Werden (Imperfekt) + wählen (Perfekt)

Perfekt […], auch wenn das Schloß abgeschlossen worden ist. („Golf Betriebsanleitung“, 1990, 9) Sein (Präsens) + beobachten (Perfekt) + werden (Perfekt ,ohne das doppelte Präfix ge-)

Plusquamperfekt […] ihre Ansiedlung auf dem dortigen Trupenübungsplatz war von Tierfreunden, Umweltschützern und Medien als Dieg der Natur gefeirt worden.( „Spiegel“, Nr. 32, 2002, 50) Sein (Imperfekt) + feiern (Perfekt) + werden (Perfekt ,ohne das doppelte Präfix ge-)

Futur I Er wird beobachtet werden. (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 62) Werden (Präsens) + beobachten (Perfekt) + werden (Infinitiv)

Futur II2 Der Berg wird von dem Touristen erstiegen worden sein. (Walter Jung, 1984, 490) Werden (Präsens) + werden (Perfekt ,ohne das doppelte Präfix ge-) + sein (Infinitiv)

Das Vorgangspassiv wird mit dem Partizip Perfekt des Vollverbs und dem Hilfsverb „werden“ gebildet. Der einzige Unterschied ist die Partizipialform „ geworden“ beim Kopulaverb , wo das Passiv „worden“ hat und das Hilfsverb immer „sein“ ist. Die Verwendung von „worden“ statt „geworden“ gibt umgekehrt ein Merkmal zur Unterscheidung von passivischen Sätzen und Kopulasätzen ab. Sie vermeidet das dopplete Präfix ge- .

Im Futur I und Futur II Passivs ist das Hilfsverb „sein“; nach dem Partizip Perfekt des Vollverbs im Futur I steht “werden“ und im Futur II steht „worden sein“. Die futurischen Formen des Passivs werden selten gebraucht, das Futur I wird meist durch das Präsens, das Futur II durch das Perfekt ersetzt.

Das Vorgangspassiv oder werden – Passiv kann nur zu Verben gebildet werden, die eine Akkusativergänzung regieren. Die wenigen Akkusativverben sind nicht pasivfähig.

Beim Vorgangspassiv werden verschieden Typen unterschieden. Die Unterscheidung erfolgt aufgrund der Satzstruktur im Aktiv und der entsprechenden Satzstruktur im Passiv. Die Umwaldung(Umformung) vom Aktiv ins Passiv wird auch Transformation genannt. Diese Transformationen zeigen enge Verbindung des Aktivs und Passivs. Sie sind deshalb möglich, weil der mitzuteilende Sachverhalt im Aktiv und Passiv gleich ist. Die Passivstruktur hebt sich dabei deutlich von der Aktivstruktur ab.

Die Grammmatik (Eisenberg, 1998,173) legte solche Typologie des Vorgangspassiv fest: „ Das Vorgangspassiv begegnet in drei verschiedenen Typen, deren Struktur gewöhnlich als
Ergebnis der Umwandlung (Trasformation) entsprechender Aktivtypen beschrieben wird“.

Die Unterscheidung dieser drei Typen des Vorgangspassivs richtet sich nach der Art der Verbergränzungen:

1. Das Vorganspassiv bilden die Verben mit einem Akkusativobjekt ( = transitive Verben)

Dies ist die am häufigsten vorkommende Art des Vorgangspassivs. Bei der Umwandlung vom Aktiv ins Vorgangspassiv kommen folgendes Transformation vor:

Beispiel: Die Richter verurteilte den Angeklagten zu einer Buße. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 59)

Aktiv » Passiv

Der Richter verurteilte den Angeklagten zu einer Buße. » Der Angeklagte wurde (vom Richter) zu einer Buße verurteilt.

Agens (Subjekt) der Richter » fakultative Agensangabe vom Richter

Akkusativobjekt den Angeklagten » Subjekt der Angeklagte

finites Verb im Aktiv verurteilte » finites Verb im Passiv wurde verurteilt

Präpositionalobjekt zu einer Buße = Präpositionalobjekt zu einer Buße

1) Das Subjekt des Satzes wird zu einer Agensangabe mit von oder durch. Diese Agensangabe wird sehr oft auch weggelassen.

2) Das Akkusativobjekt wird zum Subjekt des Satzes.

3) Das im Aktiv stehende finite Verb wird ins Passiv mit werden gesetzt.

4) Eventuelle andere Satzteile (z.B. Dativobjekt) behalten ihre Funktion im Satz.

2. Das Vorgangspassiv bilden die (intransitive) Verben mit Genitiv-, Dativ-, oder Präpositionalobjekt.

Bei der Umwandlung vom Aktiv ins Vorgangspassiv kommen folgende Transformation vor:

Beispiel: Wir rechnen auf eure Hilfe.

Aktiv » Passiv

Wir rechnen auf eure Hilfe. » Auf eure Hilfe wird (von uns) gerechnet. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 105)

Agens (Subjekt) wir » fakultative Agensangabe von uns

finites Verb im Aktiv rechnen » finites Verb im Passiv wird gerechnet

Präpositionalobjekt auf eure Hilfe = Präpositionalobjekt auf eure Hilfe

1) Das Subjekt des Satzes wird zu einer Agensangabe mit von oder durch. Diese Agensangabe wird sehr oft auch weggelassen.

2) Das im Aktiv stehende finite Verb wird ins Passiv mit werden gesetzt.

3) Das Objekt (Dativobjekt, Genitivobjekt, Präpositionalobjekt) behält seine Funktion im Satz.

Bei dieser Art des Vorgangspassivs ist das Subjekt leer, d.h. der Satz hat kein grammatikalisches Subjekt. An diese leere Stelle kann ein unpersönliches es treten:

Es wird auf eure Hilfe gerechnet.

3. Das Vorgangspassiv bilden die (intransitive) Verben ohne Objekt. Bei diesem Typ werden die eingeklammerten Agensangaben allerdings immer getilgt, wenn die Subjektstelle der Aktivstruktur von dem unpersönlichen Pronomen man besetzt ist.

Bei der Umwandlung vom Aktiv ins Vorgangspassiv kommt folgende Transformation vor:

Beispiel: Man sieht inzwischen in Sachsen fast täglich angebliche Wölfe.

Aktiv » Passiv

Man sieht inzwischen in Sachsen fast täglich angebliche Wölfe. » Es werden inzwischen in Sachsen fast täglich angebliche Wölfe gesehen. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 50)

Agens (Subjekt) man » keine Agensangabe –

finites Verb im Aktiv sieht » finites Verb im Passiv werden gesehen

1) Das Subjekt des Satzes wird zu einer Agensangabe mit von oder durch. Diese Agensangabe wird meistens weggelassen. Wenn das Subjekt ein unpersönliches man ist, muss die Agensangabe weggelassen werden.

2) Das im Aktiv stehende finite Verb wird ins Passiv mit werden gesetzt.

Bei dieser Art des Vorgangspassivs ist das Subjekt leer, d.h. der Satz hat kein grammatikalisches Subjekt. An diese leere Stelle tritt ein unpersönliches es:

• Es werden inzwischen in Sachsen fast täglich angebliche Wölfe gesehen. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 50)

Die Passivtransformationen zeigen den wichtigsten Unterschied zwischen Aktiv und Passiv: Wenn der Handelnde (Agens) im Aktiv die Subjektstelle besitzt, tritt er im Passiv als ein dem Prädikat zu- und untergeordentes Glied zurück oder wird ganz getilgt; an ihrer Stelle rückt beim Transformation der transitiven Verben die Größe „ affiziertes oder effiziertes Objekt“ in die Subjektposition. Bei den intransitiven Verben mit Genitiv, Dativ, Präpositionalobjekt und mit transitiven Verben ohne Objekt wird die Subjektstelle entweder gar nicht besetzt oder nur formalinhaltsleer mit es; sie bezeichnen im Wesentlichen nur den Vorgang , die Handlung an sich , ohne ihren Urheber zu benennnen.

2.1.1 Agensangabe des Vorgangspassivs

Bei der Umformung in das Vorgangspassiv wird das Agens (der „Handelnde”, das Subjekt des Satzes im Aktiv) entweder ganz weggelassen oder mit den Präpositionen von oder durch angeschlossen.

Die Wahl der Präposition ist nicht ganz frei, da es einen leichten Bedeutungsunterschied zwischen von und durch gibt:

1. „von“ verweist eher auf den Urheber, die Ursache:

• Ihre Ansiedlung war von Tierfreunden Umweltschützer und Medien als Sieg der Natur gefeirt worden. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 50)

2. „durch“ verweist eher auf den Vermittler , das Mittel:

• Die Bevölkerung wird durch die Medien informiert. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 50) (Die Medien sind das Mittel, mit dem die Information verbreitet wird)

Am deutlichsten ist der Unterschied dann, wenn sowohl das „von“ als auch das „durch“ –Präpositionalgefüge im gleichen Satz auftreten:

• Er wurde von der Behörde durch einen Boten verständigt. (Prof. Dr. P. Eisenberg, 1998,186)

Der Unterschied zwischen eigentlichem Urheber / eigentlicher Ursache einerseits und
Mittel andererseits ist aber oft nicht eindeutig feststellbar, so dass je nach Sichtweise von und über gewählt werden kann. Dabei wird im Allgemeinen für Personen eher von und für Dinge und Abstraktes eher durch gewählt.

Anmerkungen:

1. Prof. Dr.P.Eisenberg (1998, 176ff.) betont, dass von nicht nur bei Personen gebraucht wird, „sondern auch dann, wenn die Agensangabe nicht persönlich ist, also eine Sache oder etwas Abstraktes nennt:

• Der Baum ist vom Blitz (nicht :durch den Blitz) getroffen worden/ Wir wurden von unseren Gefühlen(nicht : durch unsere Gefühle) übermannt.“

2. Die Präposition durch wird auch verwendet, wenn der Urheber oder Träger eines Geschens im Auftrage eines anderen handelt, wenn er nur Vermittler eines Geschehens, Mittelperson ist.

Prof. P.Eisenberg (1998, 178) führt ein deutliches Beispiel dafür an:

„ Das Gelände wurde durch Polizisten gesichert (= Man/Die Behörde/die Regierung o.Ä.sicherte das Gelände durch.[den Einsatz von] Polizisten). Im Gegensatz zu: das Gelände wurde von Polizisten gesichert(= Polizisten sicherten das Gelände).“

Das Vorgangspassiv kommt überwiegend ohne Agensangabe vor; gar nicht möglich ist sie, wenn die Subjekstelle der Aktivstruktur von dem verallgemeinerden Pronomen man besetzt ist.

• Wird Ihr Konzept nicht völlig überfrachtet? („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 42)

Vielfach fehlt die Agensangabe auch deshalb, weil der „Täter“ (der Unheber, die Ursache) entweder nicht genannt werden kann oder soll.

• Training wird heute als Geschäft und nicht als pädagogischer Prozess verstanden. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 12)

Weiterhin wird auf die Agensangabe verzichtet, wenn sie unwichtig ist oder aus dem vorausgehenden oder nachfolgenden Zusammenhang ohne Schwierigkeit erschlossen werden kann . Vor allem Adverbien, Nebensätze, attributive Genitive, Possesivpronomen und Präpositionalgefüge bezeichnen das Agens ausdrücklich oder nicht ausdrücklich:

• Ganz im Gegensatz zur Regierung, wo dieses Votum ignoriert wird.( „Spiegel“, Nr. 32, 2002, 14)

Schließlich können ganze Textsorten auf die Agenzangabe verzichten; so etwa Gesetze, Erlasse, Vorschriften und Anweisungen, deren Agens gewöhnlich mit dem Adressanten des jeweiligen Textes identisch ist und deshalb nicht immer gennant werden muss. Beispiel dazu kann für die praktische Teile benuzte „Vertrag über eine Verfassunf für Europa“ und „ Golf Betriebsanleitung“ sein, wo fast alle Passivssätze ohne Agensangabe gebraucht werden.

2.1.2 Unpersönliches Passiv

In Passivsätzen, deren Subjekt nicht den bestimmten Artikel hat, steht häufig das Pronomen es als stellvertretendes Subjekt am Satzanfang. Passivsätze mit intransitiven Verben müssen zwar niemals ein grammatisches Subjekt nehmen, deswegen kann das unpersönliche Passiv für alle intransitiven Verben gebildet werden, die überhaupt ein Passiv bilden.

Das unpersönliche Passiv kommt in zwei Formen vor, nämlich mit und ohne das unpersönliche es:

• Es werden inzwischen in Sachsen fast täglich angebliche Wölfe gesehen. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 50)

Es erscheint nur am Anfang eines Hauptsatzes und wird , wenn immer möglich, durch ein anderes Satzglied ersetzt. Das Pronomen es kann nicht in passivischen Nebensätzen stehen.

An die Stelle des es, das formal die Subjektstelle besetzt, kann auch eine Adverbialangabe treten.

Dann entfällt es:

• Es wird den Veranstaltern gedankt. – In Berlin wird den Veranstaltern gedankt. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 88)

In Passivsätzen mit einem Subjekt im Plural steht das finite Verb im Plural, auch wenn der Satz mit es beginnt:

• Es werden viele ausländische Restaurants eröffnet. („Spiegel“, Nr. 32,2002, 102)

In Passivsätzen mit Subjekt im Singular und in Passivsätzen mit es als einzigem Subjekt steht das finite Verb immer im Singular:

• Es wird viel Geld fürs Wohnen ausgegeben. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 102)

Bei den Verben mit sein – Perfekt (gehen, laufen, fallen, sterben u. s. w.) ist es häufig sogar die einzige Form, in der das Passiv existiert:

• Es wird gegangen, gerannt, gelaufen.

„ Natürlich kann das unpersönliche Passiv mit es als einziger Ergänzungen nicht gebildet werden, wenn eine weitere Ergänzung, wie […] das Dativ –Objekt(c)*, obligatorisch ist. „(1994,143) stellt der Grammatiker Peter Eisenberg fest. Er führt solche Beispiele an:

• a) Karl nützt/schadet dem Egon.(Aktiv)

b) Dem Egon wird vom Karl genüzt/geschadet.

c) Es wird(vom Karl) genüzt/geschadet.*

Unpersönliches Passiv kann dort auftreten, wo kein anderes grammatisches Subjekt obligatorisch ist.

In „Grundriss der Deutschen Grammatik“(dritte Auflage)(1994, 143) wird beschrieben:

„ Der Bemerkswert ist, daß ein Satz(d)*[…] in der Bedeutung des unpersönlichen Passivs ungrammatisch ist, obwohl den Anforderungen an die Verbvalenz rein formal genügt ist.

• a) Karl sagte mir, daß Franz kommen soll

b) Karl sagte

c) Daß Franz kommen soll, wurde mir gesagt

d) Es wurde mir gesagt.*“

Man darf nicht das unpersönliche Passiv mit ähnlichen Sätzen verwerchselt:

• Es werden noch Meldungen entgegengenommen. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 127)

In diesen Sätzen ist jeweils ein echtes grammatisches Subjekt vorhanden(z.B. Meldungen), das durch Pronomen es vorweggenommen wird. In solchen Fällen ist nicht alein es das grammatische Subjekt.

In der Grammatik “ Grundfragen der
deutschen Grammatik“ von Wilhelm Schmidt(1985, 210) wird von der Bedeutung des unpersönlichen Passivs gesprochen:

„[…] eignet dem unpersönlichen Passiv öfter gar keine passivische Bedeutung, sondern es dient zur Angabe eines aktivischen Verhaltens, wenn das Subjekt nicht genant werden kann oder soll, vgl. (= Man hat viel gelacht) […]; oder es drückt eine energische Aufforderung aus, bei ebenfalls die angabe des Subjekts fehlt: Erst wird gegessen!“

2.1.3 Vorgangspassiv mit Modalverb

Es ist festgestellt, daß die Grammatiker dem Thema „Vorgangspassiv mit Modalverben“ nicht genug Aufmerksamheit schenken, weil in den für diese Arbeit verwendeten Grammatiken dieses Thema sehr kurz oder gar nicht besprochen ist. Wegen des Mangels an klaren Regeln für Passiv mit Modalverben entstehen viele Probleme bei der Verwendung des Passivs mit Modalverben. Mehr Information führt „ Übungsgrammtik für Fortgeschrittene“ (1998, 65ff.) an.

Das Vorgangspassiv mit Modalverb wird mit dem Partizip Perfekt des Vollverbs, dem Infinitiv werden und dem Modalverb als finiten Verb gebildet.

Konjuktion des Vorgangspassivs mit Modalwort:

ZEIT BEISPIEL BILDUNG

Präsens Aber „positives Denken“ muss natürlich kombiniert werden mit anderen Erfolgsprinzipen wie Ziele setzen, Ausdauer, Effizienz, ein gutes Umfeld. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 102) Müssen (Präsens ) + kombinieren(Perfekt) + werden (Infinitiv)

Präteritum Bereits Ende Juni 2001 , knapp ein Jahr nachdem Flugprämien erstmal an Dritte übertragen werden konnten, forderte Bundestagspräsident Thierse seine Kollegen auf, ihre Bonuspunkte verstärkt für Dienstreise zu nutzen. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 27) Müssen (Präteritum) + kombinieren (Perfekt) + werden (Infinitiv)

Perfekt Er hat beobachtet werden sollen. (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 65) Haben (Präsens) + beobachten(Perfekt) + werden (Infinitiv) + sollen (Infinitiv)

Plusquamperfekt Er hatte beobachtet werden sollen. (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 65) Haben (Präteritum) + beobachaten (Perfekt) + werden (Infinitiv) + sollen (Infinitiv)

Die Grammatiker K. Hall und B. Scheiner (1998,66) bezeichnen, dass “ für die Vergangenheit – vor allem in Nebensätzen – meist das Präteritum, für Futur I das Präsens verwendet werden. Perfekt und Plusquamperfekt werden vor allem im Konjuktiv I und Konjuktiv II gebraucht.“

Es wird bemerkt, dass im Nebensatz für Präsens und Präteritum die übliche Endstellung des finiten Verbs gilt, aber im Perfekt und Plusquamperfekt steht das finite Verb vor den finiten Verbformen:

In der „ Übungsgrammtik für Fortgeschrittene“ (1998,67) wird sehr deutlich der Verwendungsunterschied zwischen Modalverben sollen und wollen festgelegt: „ Das Modalverb wollen bleibt im Passivsatz wollen, wenn sich der Wunsch auf die eigenen Personen bezieht. Das Modalverb wollen wird im Pasivsatz zu sollen, wenn sich der Wunsch auf eine fremde Person oder Sache bezieht.“

• Er soll umgesetzt werden – und zwar schon zum 1. Januar 2003. („Spiegel“, Nr. 32, 42)

2. 1. 4 Funktion des Vorgangspassiv

Das Aktiv und das Vorgangspassiv unterscheiden sich hauptsächlich durch eine unterschiedliche Blickrichtung auf den vom Verb beschriebenen Prozess und dessen Agens. Das Agens ist der oder das „Handelnde” in einem Prozess / einer Handlung.

Als Thema bezeichnet man den Ausgangspunkt einer Mitteilung, das Bekannte, Gegebene, das als solches für den Hörer/Leser nur geringen oder gar keinen Mitteilungswert hat. Syntaktisch gesehen besetzt es meistens die Subjektstelle.

Im Aktiv ist der Handelnde identisch mit dem Subjekt:

• Karmon, 81, zählt zu den Pionieren unter den verfolgten und vertriebenen deutschen Juden, die sich früh mit ihrer alten Heimat versöhnten. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 68)

Im Vorgangspassiv wird der gleiche Prozess beschrieben, aber der Handelnde spielt eine weniger wichtige Rolle als das Objekt der Handlung oder die Handlung selbst. Er kann sogar ganz weggelassen werden:

• Das Fenster wird vom Lehrer geöffnet.

Das Fenster wird geöffnet.

• Die Zuschauer applaudierten.

Es wurde applaudiert.

Diese unterschiedliche Blickrichtung erlaubt es dem Sprecher / Schreiber, einen Prozess zu beschreiben und dabei das Agens in den Hintergrund zu rücken oder ganz wegzulassen. Dies kann unter anderem geschehen:

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