Die jugendsprache
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Die jugendsprache

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INHALTSVERZEICHNIS

Einleitung 3,

1. Sprechweise der Jugendlichen 4,

1.1. Das Sprachverhalten der Jugendlichen in einer Gruppe 5,

2. Sprachliche Besonderheiten auf lexikalischer Ebene 7,

2.1. Entstehung jugendspezifischer Wörter 9,

3. Jugend und Modeerscheinungen 11,

3.1. Jugendsprache in den Medien 13,

3.2. Kanakisch – eine Form der Jugendsprache 14,

4. Inhaltliche Bereiche und ein Modell der „Jugendsprache“ 15,

Schlussfolgerungen 18,

Santrauka lietuvių kalba 18,

Literaturverzeichnis 19,

Lexikon der Jugendsprache 20,

EINLEITUNG

Die vorliegende Arbeit ist über die deutsche Jugendsprache, die auch noch „Slang“ genannt wird. Diese Arbeit ist verbunden mit der Sprachwissenschaft, also mein Ziel war mehr über die sprachliche Besonderheiten der Jugendsprache zu erfahren.

Am Anfang dieser Arbeit werde ich allgemein die Definition der Jugendsprache erklären. Dann wird die Sprechweise der Jugendlichen analysiert. Diese Analyse umfasst den sprachlichen verhalten der Jugendlichen in einer Gruppe, sprachliche Besonderheiten auf lexikalischer Ebene, die Entstehung der jugendspezifischer Wörter und der Einfluss der Trends und der Medien auf die Jugendsprache. Als Beispiel dieses Einflusses ist hier eine Form der Jugendsprache – Kanakisch zu finden. Und zum schluss werden die inhaltliche Bereiche und ein Modell der Jugendsprache vorgestellt.

Die Jugendsprache ist schwer zu bezeichnen und ein Lexikon der Jugendsprache nützt auch nicht viel, weil diese Sprache verändert sich mit der Zeit. Das ist auch das besondere an ihr.

1. SPRECHWEISE DER JUGENDLICHEN

„Die Arbeit ist doch keine Hürde, die mach‘ ich ganz trocken“…Solche Worte würden wir bestimmt nur von einem Jugendlichen hören. Das ist die so genannte Jugendsprache und ihretwegen zerbrechen sich die Erwachsenen die Köpfe.

Die Sprechweise der Jugendlichen war schon immer ein Phänomen. Viele Wissenschaftler haben versucht sie zu erforschen, aber keinem ist es vollständig gelungen. Das besondere an der Jugendsprache ist ihre Veränderungsmöglichkeit. Sie hängt von der Zeit ab und ändert sich mit den Modetendenzen.

„Diese Sprache kann sehr witzig und mitunter so anschaulich sein, dass einzelne Wörter von den Erwachsenen aufgegriffen und in den eigenen Wortschatz übernommen werden. Der Jugendspezifische Wortschatz wird als Bereicherung der deutschen Gegenwartssprache empfunden.“ Die Jugendlichen haben viel Fantasie und Kreativität. Diese Fähigkeiten nutzen sie um neuen Wortschatz zu erfinden oder besser gesagt – um alten, langweiligen Wortschatz wieder aufzuwecken indem sie alten Wörtern neue lebendige Bedeutungen ausdenken. So entsteht ihre eigene Sprache, die von den Erwachsenen nur schwer oder auch gar nicht verstanden wird. Deswegen wird diese Sprache auch viel kritisiert. „Solche Ausdrücke wie „Aidsverdächtiger“ oder „spastisch“ sind selbstverständlich nicht positiv, aber wenn ein Jugendlicher zu einem anderen sagt „Du Keim!“ – verstehen sie sich gewöhnlich richtig.“

Was den Jugendlichen als selbstverständlich und normal ist schockiert die Erwachsenen. Jugendliche nehmen aus Fachsprachen, Mundarten, dem Wortschatz der allgemeinen Umgangssprache, aus Fremdsprachen und auch aus Gruppensprachen wie dem Rotwelschen Wörter und Wendungen und deuten und formen sie nach ihren Bedürfnissen um, wenn ihnen im Allgemeinwortschatz kein geeignetes sprachliches Mittel zur Verfügung steht. „Deswegen wird der jugendliche Sprachverhalten in die Nähe von den Sondersprachen wie das Rotwelsch gerückt und es entsteht die Gefahr, Jugendlichen ähnliche Motive wie den genannten Gruppen zu unterstellen.“ Und das wäre falsch, denn Erwachsene haben auch ihre „Freizeitsprache“, die nicht nur aus positiven Ausdrücken besteht.

Viele Erwachsene vergessen dass Jugendliche auch Kultur bewusst sein können. Die jungen Menschen ändern ihre Sprache entsprechend der Situation und dem Umfeld. Zum Beispiel, „in der Schule reden die Jugendlichen mit ganz anderen Worten über Goethes „Faust“, mit den richtigen Fachwörtern erklären die Fallgesetze oder suchen nach mathematischen Lösungen.“

Also die Jugendsprache besteht nicht nur aus ausgedachten Wörtern und Ausdrücken, die Jugendliche unter Freunden benutzen, sondern auch aus Hochdeutsch, die auch von Erwachsenen benutzt wird. Die Jugendlichen können sich sehr gut der Umgebung und Situation anpassen und ihre Sprechweise entsprechend ändern.

Die Sprechweise der Jugendlichen hängt auch von der Gruppe, inder sie sich befinden, ab. Die Besonderheitan dieses Sprachverhaltens werde ich im folgendem Kapitel beschreiben.

1.1. DAS SPRACHVERHALTEN DER JUGENDLICHEN

IN EINER GRUPPE

Es ist sehr wichtig für Jugendliche einer Gruppe gleichaltriger Freunde zu gehören, die spontan zusammengekommen ist. Diese Gruppe wird genannt Kumpels oder kurz: die Clique. Diese Gruppe hat gemeinsame Freizeitinteressen, die Jugendliche dieses Alters zusammenführen. Hier finden die Jugendlichen ihre Anerkennung. Sie alle haben die gleichen Sorgen, Nöte oder Freuden und das verbindet die Clique. Das schlimmste was einem Jugendlichen passieren könnte ist die Verwehrung des Umganges mit seiner Clique. Also man sieht daraus wie wichtig eine Freizeitgruppe für einen Jugendlichen ist.

In einer Gruppe werden auch Rivalitäten ausgetragen. „Wer am originellsten die Gruppennorm vertritt, genießt das größte Ansehen.“ Die Jugendlichen benutzen verschiedene Wendungen die von Erwachsenen bestimmt als beleidigend bezeichnet würden und „die Gruppe wartet darauf, wer das letzte Wort hat, den besten sprachlichen „Gag landet“.“ Die Jugendlichen genießen es angesprochen zu sein.

Die soziale Großgruppe Jugend ist in sich wieder differenziert und besteht aus verschiedenen sozialen Teilgruppen. Man unterscheidet Schüler, Lehrlinge, Studenten, junge Arbeiter und Wissenschaftler. „Jede Gruppe hat ihre spezifischen Verhaltensnormen, ihre Zielvorstellungen und auch ein gruppenspezifisches Sprachverhalten.“ In der Schule, Universität und Arbeit wird die Hochsprache benutzt und die Jugendlichen können sich dieser hochsprachigen Norm anpassen. Also ihr Sprachverhalten hängt von der Umgebung ab.

Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist wichtig für einen Jugendlichen wegen zwei

Ursachen:

• Der Jugendliche fühlt sich nicht allein. Er kann „wir“ sagen und sich stark fühlen. Auch das Verstandenwerden und die Aufwertung des eigenen Ich stärkt die Persönlichkeit. „Der einzelne setzt sich emotional mit anderen gleich und übernimmt deren Werte und Motive in das eigene Ich“ ;

• „Der Jugendliche grenzt sich gegen andere ab und ist insofern auf dem Weg zu einer Ich-Identität. Diese Entwicklung zur Person (dass ich „ich“ sagen kann und ich weiß, dass der andere das weiß) wird geprüft bei dem Zerfall der Gruppe: Wenn der einzelne auf sich zurückverwiesen ist und das Ende der Jugend bevorsteht.“

In einem jugendlichen Gruppenleben werden intensiv Zeichen gesetzt und empfangen. Es sind spezifische Verhaltensweise, Kleidung, Gestik, Mimik und natürlich auch die Sprache. Die Jugendlichen neigen dazu die vorgegebene Sprache in der Gruppe und sich selbst zu verändern. „Diese Abweichung sichert die Distanz zur Erwachsenenwelt und fördert die Solidarität in der Gruppe.“

Jede Teilgruppe entwickelt Eigenheiten, die sowohl Sprachliches wie Modisches, Einstellungen zu Mitmenschen wie Vorstellungen vom Leben, Ideale, Sehnsüchte und reale Alltagsprobleme berühren. Die Werteskala einer Gruppe umfasst das, was für jeden Angehörigen dieser Gruppe wichtig ist. Der Jugendliche arbeitet am Normgefüge mit, er kann und soll ausgefallene Vergleiche und treffende Wendungen mit einbringen aber er ist auch verpflichtet sich dieser selbst geschaffenen Norm zu unterwerfen.

„Die Bezeichnung „Peer-Gruppe“ ist eine Übernahme aus der amerikanischen Soziologie („peer-group“) , zuweilen wird auch von der „Gruppe Gleichaltriger“ gesprochen. Die Rahmenbedingungen für „Peerbeziehungen“ werden durch die Gesellschaft gesetzt.“

Im nächsten Kapitel werde ich über Sprechweise der Jugendlichen reden. Ich werde die Sprachlichen Besonderheiten auf lexikalischer Ebene analysieren.

2. SPRACHLICHE BESONDERHEITEN AUF LEXIKALISCHER EBENE

Die Sprachen können bewusst verändert werden. Jugendliche Gruppensprachen sind nun solche Existenzformen, die jugendliches Lebensgefühl und Bewusstsein aufnehmen gegen die vorgegebene und von Erwachsenen geprägte Standardsprache. Die Jugendsprache bevorzugt die Standardsprache, wandelt sie originell ab, macht sie stereotyp und pflegt spezifische Formen ihres sprachlichen Spiels.

Jugendsprache favorisiert folgende Sprechformen :

o Grüße, Anreden und Partnerbezeichnungen (Tussi);

o Griffige Namen und Sprüche (Mach’n Abgang);

o Flotte Redensarten und stereotype Floskeln (Ganz cool bleiben);

o Metaphorische, zumeist hyperbolische Sprechweisen (Obermacker = Direktor);

o Repliken mit Entzückungs- und Verdammungswörtern (saugeil);

o Prosodische Sprachspielereien, Lautverkürzungen und Lautschwächungen sowie graphostilistische Mittel (wAhnsinnig);

o Lautwörterkommunikation (bäh, würg);

o Wortbildung: Neuwörter, Neubedeutung, Neubildung (ätzend, Macke);

o Worterweiterung wie z.B. abfahren, Schleimi.

Die Gesamtheit dieser „Sprechformen“ ergibt einen Sprachstil, der sprachlicher „Jugendton“ genannt wird.

„Jugendsprache in der Gruppe ist experimentell: z.B. werden vorhandene Wortbedeutungen abgewandelt (echt tierisch) und neue Wortbildungen eingeführt (Spasti); sie ist antikonventionell insofern, als sie eingespielte sprachliche Konventionen (z.B. Grüße und Anreden) negiert und neue einführt; sie ist tendenziell situationalisierend, insofern die Bedeutung der Wörter (z.B. ätzend, sich einen abdröhnen, etwas drauf haben) sich erst in der gemeinsamen Situation „entfaltet“.“ Kreativität für die Mehrzahl der Jugendlichen erschöpft sich in der Aufnahme des Neuen. Dieser „sprachliche Jugendton“, dessen Besonderheit nicht nur
lexikalisch bestimmt ist, wird verstärkt durch Lautkürzung, Lautschwächung, Verschmelzung, Satzbruch, Satzverkürzung und Satzabbruch. Auch Partikel, jugendspezifische wie auch Dehnungspartikel und Dehnungsphrasen werden gebraucht.

„Jugendsprache ist eine die jugendlichen Gruppenstile übergreifende Spielart des Sprechens (und, weniger, des Schreibens).“

Aber wie entstehen die Jugendspezifische Wörter? Sie werden nicht so einfach ausgedacht, sondern entstehen aus vorhandenen sprachlichen Mittel, entsprechend den eigenen Interessen. Darüber wird in dem folgenden Kapitel gesprochen.

2.1. ENTSCHTEHUNG JUGENDSPEZIFISCHER WÖRTER

Bevorzugt angewandte sprachliche Mittel :

 Umdeutungen sind das übergreifende, generelle Prinzip, wodurch sprachliche Mittel für den gruppenspezifischen Gebrauch aufbereitet werden. Es ist ein bekannter Vorgang, dass einem Wort eine neue Bedeutung zugeordnet wird.

 Im Prozess der Umdeutung fällt die Tendenz zur Polysemie auf. Da Jugendliche (wie auch andere soziale Gruppen) nicht beliebig neuen Wortschatz erfinden können, sind sie gezwungen, den vorhandenen Wörtern neue Bedeutungen zu unterlegen. Bei sehr beliebten Formen werden gleichzeitig einem Wort mehrere Bedeutungen zugeordnet, deren Einzelbedeutung erst im Text konkretisiert werden kann.

 In ihrer Bedeutung veränderte Wörter werden häufig in fest gefügten Wort- und Satzformen verankert: einen Riss in der Schüssel haben, etwas hohl finden. Dazu gehören auch bekannte Wendungen, die nur einzelne Elemente verändert haben: einen im Tee haben.

 Gerade diese festen Formen verführen zu Analogiebildungen. Vor allem, wenn eine Grundstruktur erst einmal erfolgreich verwendet wurde, werden nach diesem Muster neue Ausdrücke gebildet: Ich denk’, mein Sparschwein quiekt, etwas geht auf den Keks u.a.m.

 Der jugendspezifische Wortschatz wird aber nicht nur dem Allgemeinwortschatz der deutschen Gegenwartssprache entnommen, sondern auch aus Sonderwortschätzen verschiedenster Bereiche (meist in leicht veränderter Form). Dazu rechnen wir Fachwörter aus verschiedenen Berufen: etwas drauf haben (Musik), jemandem einen Scheitel ziehen (Friseur).

 Auch Regionalismen (Wörter, die noch ihre ehemalige Zugehörigkeit zu einer Mundart erkennen lassen) sind in jugendlichen Gesprächen anzutreffen und werden von anderen nachgeahmt.

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