Die schweiz
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Die schweiz

Ehe und Familie

In der Schweiz leben über 6,5 Millionen Menschen, von denen 950000 Ausländer sind.

Geheiratet wird relativ spät; man konzentriert sich auf die Ausbildung und den Beruf, bevor man eine Familie gründet. Heute ist die Kleinfamilie von bis 1 aus 2 Kindern die Norm. Mehr Kinder bedeutet für junge Ehepaare eine grosse Belastung; die Lebenskosten steigen, grosse Wohnungen sind teuer.Tendenziell sorgen nach wie vor in der Regel die Frauen für Haushalt und Kinder und der Mann arbeitet ausser Haus. Doch die moderne Industriegesellschaft stellt diese Arbeitsteilung in Frage: immer mehr Frauen sind erwerbstätig (60%) und immer mehr Männer versorgen den Haushalt.

Heirat

Heiratszahlen und Scheidungszahlen liegen im europäischen Durchschnitt. Es gibt aber weniger uneheliche Geburten als in vielen andern Ländern Europas. Geheiratet wird nicht selten kurz vor der Geburt des ersten Kindes. Die meisten Paare leben aber schon vor der Ehe zusammen. Die Ehe gilt als die beste Voraussetzung für die Kindererziehung.

Wohnen

Es gibt immer Ein- und Zweipersonenhaushalte. Vor allem ältere Leute leben allein oder in Altersheimen und nicht wie früher zusammen mit ihren Kindern oder Verwandten. Junge Leute ziehen früh, manchmal schon mit achtzehn Jahren in eine eigene Wohnung.

Die Wohnungen sind gross. Über 45 km2 Wohnfläche pro Person ist Weltrekord. Der Wohlstand ermöglicht Selbständigkeit und individuelles Wohnen; er kann aber auch zu Vereinsamung führen.

Das Privatleben und die Gemeinschaft

Das Privatleben steht im Mittelpunkt: Familie, Freunde, die Liebe.

Das Interesse am öffentlichen Leben und an der öffentlichen Politik schneit abgekommen zu haben. Man denkt weniger an die Gemeinschaft. Andererseits engagieren sich Jugendliche stark für konkrete Ziele bei Demonstrationen, mit Aktionen, in alternativen Umweltschutz- und Menschenrechtsbewegungen.

Katholizismus und Protestantismus prägten und prägen die Gasellschaft

Auch wenn der christliche Lebensstil sich vermehr ausserhalb kirchlicher Institutionen verwirklicht, sind die Kirchen und das christliche Weltbild immer noch ein stabilisierender Faktor in der Gesellschaft. Gleichzeitig steigt die Tendenz, Religion individuell zu interpretieren, und das Interesse an neuen religiösen und spirituellen Formen.

Viele sehen im Schweizer Arbeitsfleiss und in der schweizerischen Nüchternheit und Sachlichkeit den Einfluss einer protestantischen Ethik calvinistischen Prägung.

Wenn das ökonomische Denken protestantisch geprägt ist, dann wäre vielleicht der bodenständig-bäuerliche, traditionsbewusste Zug der Schweizer Bevölkerung ein Teil der katholischen Tradition.

Rechte und Pflichten

Mit 14 darf man Moped fahren.

Bis 15 ist man schulpflichtig.

Mit 16 darf man über seine Religion selber entscheiden.

Mit 18 ist man volljährig und darf:

heiraten,wählen, stimmen,

Mietverträge unterschreiben,

Kaufverträge unterschreiben,

sein Testament verfassen,

Steuern bezahlen,

Auto fahren lernen.

Mit 19 müssen Männer Militärdienst leisten.

Wohlstand in Zahlen

Diese Zahlen sagen aber noch nicht, wie teuer das Leben im Land ist.

Oder wie lange man arbeiten, muss, um etwas kaufen zu können.

Männerarbeit und Frauenarbeit

Das Einkommen hängt von beruflicher Ausbildung, beruflicher Erfahrung ab. Frauen haben oft eine tiefere beruftliche Stellung und arbeiten in Berufen, in denen die Löhne tief sind. 1999 war der Durchschnittslohn für männliche Angestellte 6250 Franken im Monat, für Frauen 4300. Arbeiter verdienten im Schnitt 4880 Franken, Arbeiterinnen 3400.

Fast doppelt so viele Frauen wie Männer bleiben nach der obligatorischen Schule ohne weitere Berufsausbildung. 66% der Frauen haben eine Berufsausbildung, bei den Männern sind es 75%. Knapp 40% der Studierenden sind Frauen, aber bedeutend weniger Frauen als Männer machen einen Hochschulabschluss. 5% der Frauen haben eine leitende, Position inne, bei den Männern sind es 17%. 60% der Frauen sind berufstätig.

Die Bedeutung von ausländischen Arbeitskräften

Jede vierte Person, die in der Schweiz ihr Geld verdient, ist Ausländerin oder Ausländer. Die Schweizer Wirtschaft würde ohne ausländische Arbeitskräfte nicht funktionieren. Gebraucht werden vor allem Arbeiter und Hilfskräfte, zum Beispiel für den Bau und die Hotellerie. Und gebraucht werden ausländische Spezialisten: Techniker, Ingenieurinnen, Informatiker, Wissenschaftlerinner. In der Chemieindustrie, zum Beispiel, sind 35% der Angestellten mit akademischer Ausbildung ausländischer Herkunft.

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