Die umwelt
5 (100%) 1 vote

Die umwelt

1121

Der Mensch bekommt von der Natur alles, was er zum Leben braucht.

Wasser, Essen, alle Staffe fur die Industrie. Ohne die Natur kann der Mensch nicht leben, deshalb mu er sie auch schutzen. Naturschutz ist in der Verfasung vieler Lander festgelegt.

Der Naturschutz ist also die Pflicht jedes Burgers auch unserer Republik. Dazu gehoren: Schutz und nationelle Nutzung des Bodens und der Bodenschatze, der Gewasser, der Pflanzen und Tiere, Reinhaltung der Luft und des Wassers, Produktion der Naturreichtumer, Verbesserung der Umwelt des Menschen.

Die Umweltpolitik. Auf Bundesebene ist das Bundesumweltministerium fur den Umweltschutz zustandig. Ihm unterstehen das Umweltbundesamt in Berlin, das Bundesamt fur Naturschutz in Bonn und das Bundesamt fur Strahlenschutz in Salzitter. Auch einige Lander haben eigenstandige Umweltministerien. Wichtige Aufgaben des Umweltschutzes werden auf lokaler Ebene von Stadten und Gemeinden wahrgenommen.

Der Umweltschutz in Deutschland hat ein im internationalen Vergleich hohes Niveau erreicht: In allen Verursacherbereichen wurden – vor allem seit den achtziger Jahren – strenge Grenzwerte fur Schadstoffeintrage in Luft und Gewasser durchgesetzt. Damit konnte in den alten und inzwischen auch in den neuen Landern die Umweltqualitat deutlich verbessert werden.

In den nenziger Jahren liegen die Schwerpunkte der Umweltpolitik in MaBnahmen zu einem effizienteren Energieeinsatz, zur SchlieBung von Stoffkreislaufen und zur Verringerung des Flachenverbrauchs.

Die Luftreinhaltung. Wie in anderen Industrielandern wird die Luft in Deutschland von Schadstoffen belastet, die vor allem aus dem Betrieb von Industrie und Gewerbe, aus dem StraBenverkehr, Heizungen und Kraftwerken stammen. Die Umweltbelastung zeigt sich besonders deutlich an den Waldschaden. 1996 waren 37 Prozent der Baume schwach und 20 Prozent deutlich geschadigt, lediglich 43 Prozent galten als gesund. Die menschliche Gesundheit, Boden und Gewasser, Gebaude und Kunstdenkmaler mussen deshalb vor weiteren Belastungen durch verunreinigte Luft geschutzt werden.

Gegen die Luftverschmutzung wurde ein umfassendes Programm entwickelt. Luftverunreinigungen werden schon an der Quelle erfaBs und drastisch abgebaut. So werden zum Beispiel die Schadstoffe, die aus Kraft – und Fernheizwerken sowie mit Autoabgasen in die Luft gelangen, durch Filter bzw. Katalysatoren zum groBen Teil reduziert. MaBnahmen wie die „GroBfeuerungsanlagenverordnung” und die „Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft” zwangen Kraftwerksbetreiber und Industrie zu einer raschen Umrustung ihrer Anlagen auf den neuesten Stand der Technik. Die Emissionen von Schwefeldioxid aus Industriefeuerungen und Kraftwerken sanken aus diesem Grund in den alten Landern zwischen 1980 und 1994 auf weniger als ein Siebentel, die von Stickstoffoxiden um rund 65 Prozent. Die Emission von Schwefeldioxid aus den Kraftwerken der alten Lander sank von 1983 bis 1996 um rund 90 Prozent. Bei den Stickstoffoxiden wurde eine Verminderung von uber 70 Prozent erreicht.

Im Verkehrsbereich wird die Belastung der Umwelt durch bleifreies Benzin reduziert, dessen Verkaufsanteil fast 100 Prozent betragt. Die Belastung der Luft durch die Schadstoffe Stickstoffoxid, Kohlenwasserstoff und Kohlenmonoxid konnte besonders durch die Einfuhrung und Weiterentwicklung des geregelten Dreiwege – Katalysators zur Abgasreinigung zunehmend verringert werden. Heute mussen alle neuen Personenkraftwagen mit Benzinmotor EUweit Abgaswerte einhalten, die derzeit nur mit einer solchen Abgasreinigungsanlage erreicht werden konnen. Daruber hinaus ist es Deutschland gelungen, EU – einheitlich umweltfreundlichere Kraftstoffqualitaten durchzusetzen.

Schutz vor Larm. Vor allem in Ballungsraumen ist Larm, besonders Verkehrslarm, zu einer schwerwiegenden Belastung der Bevolkerung geworden. MaBnahmen zur Larmbekampfung sind deshalb zwingend: Fur die Planung und den Bau von Wohngebieten, Verkehrs – und Industrieanlagen gibt es rechtlich verankerte Auflagen, um die Bevolkerung vor unzumutbarem Larm zu schutzen. Daruber hinaus werden WohnstraBen zu „verkehrsberuhigten” Zonen umgestaltet, die Gerauschgrenzwerte fur StraBenfahrzeuge werden herabgesetzt, und es werden Anreize fur den Einsatz leiserer Flugzeuge geschaffen. Immer mehr StraBen erhalten schallschluckende Belage. Auch in der Industrie und am Bau werden lammindernde Techniken eingesetzt. Mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel” werden die Verbraucher auf larmarme Produkte, Maschinen und Gerate hingewiesen.

Schutzt der Gewasser einschlieBlich der Meere. Entscheidende Verbesserungen wurden beim Schutz der Gewasser mit verscharften Vorschriften zur Abwassereinleitung und den dadurch ausgelosten Bau neuer Klaranlagen durch Industrie und Gemeinden erreicht. Sie richteten sich im ersten Schritt insbesondere gegen die organische Belastung der Oberflachengewasser. War in stark verschmutzten Flussen wie dem Rhein oder dem Main Anfang der siebziger Jahre der Artenreichtum drastisch zuruckgegangen, so leben dort heute aufgrund der verbesserten Wasserqualitat wieder annahernd so viele Arten wie in den zwanziger Jahren. Weiterer Sanierungsbedarf besteht dagegen noch trotz spurbarer Verbesserungen fur viele Seen und Flusse in den neuen Landern.

Einer wesentlichen Beitrag zum Gewasserschutz leistet unter anderem das Abwassserabgabengesetz. Es veranlaBt Gemeinden und Industrie, die Schad – und Nahrstoffe im Abwasser weiter zu reduzieren.
Nachholbedarf besteht noch bei der Gewasserbelastung durch Nahrstoffe insbesondere aus der landwitschaftlichen Dungung sowie bei den Eintragen von schwer abbaubaren Pflanzenschutzmitteln. Ein wichtiger Schritt zur Reduzierung der Nitrateintrage durch die Landwirtschaft wurde mit der Dungerver

liert, in dem sie eine verschwenderische umweltschadliche Energieversorgung festschreibt. Ziel der neuen Energiepolitik ist, den hohen Ressourcen – und Energieverbrauch auf Kosten der Natur und damit auf Kosten zukunftiger Generationen zu reducieren und nicht nur nachsorgende Umwelttechnik zu praktizieren.

Die Bundesregierung wird die Weichen fur den Weg zu einem neuen, zukunftsfahigen Energiemix ohne Atomkraft stellen. Dabei bekraftigt sie das Ziel, insbesondere die CO2 – Emissionen bis zum Jahr 2005 gegenuber 1990 um 25 Prozent zu reduzieren. Ziel der Bundesregierung ist die Einbringung eines Gesetzes, mit dem der Ausstieg aus der Kernenergienutzung entschadigungsfrei geregelt wird; dazu warden die Betriebsgenehmigungen zeitlich befristet und der Entsorgungsnachweis angepaBt.

In der Bundesrepublik Deutschland sind zur Zeit an 14 Standorten 19 Kernkraftwerksblocke mit einer Leistung von insgesamt 22194 MWe in Betrieb. Es ist kurzfristig vorgesehen, daB die Verpflichtung zur Sicherheitsuberprufung fur Kernkraftwerke und eine Beschrankung der Entsorgung auf eine direkte Endlagerung gesetzlich eingefuhrt werden sollen. Weiterhin hat die Bundesregierung festgelegt, daB fur die Endlagerung aller Arten radioaktiver Abfalle ein einziges Endlager in tiefen geologischen Formationen ausreicht und fur die Endlagerung die Zeit um 2030 zielfuhrend ist. Die Erkundung des Salzstocks Gorleben soll unterbrochen und weitere Standorte in unterschiedlichen Wirtsgesteinen auf ihre Eignung untersucht werden. Aufgrund eines sich anschlieBenden Standortvergleichs soll eine Auswahl des in Aussicht zu nehmenden Standortes getroffen werden.

Die Einlagerung radioaktiver Abfalle in Morsleben wird beendet. Das Planfeststellungsverfahren bleibt auf die Stillegung beschrankt. SchlieBlich hat die Bundesregierung eine klare Zielvorgabe, daB die Betreiber von Atomkraftwerken grundsatzlich am Kraftwerksstandort oder in dessen Nahe Zwischenlagerkapazitaten zu schaffen haben. Bestrahlte Kernbrennstoffe durfen nur dann transportiert werden, wenn am Kraftwerk keine genehmigten Zwischenlagerkapazitaten existieren und dies vom Kraftwerksbetreiber nicht zu vertreten ist. Die Zwischenlager werden nicht zum Zweck der Endlagerung genutzt.

Strahlenschutz. Auf der Grundlage des Atomgesetzes regeln die Strahlenschutzverordnung und die Rontgenverordnung den sicheren Umgang mit ionisierenden Strahlen; Personen, Sachguter und die Umwelt werden durch strenge Vorschriften vor Schaden geschutzt. Dabei gilt der Grundsatz, die Strahlenbelastung so gering wie moglich zu halten.

Es gibt in der Bundesrepublik Deutschland etwa 340000 beruflich strahlenexponierte Personen, von denen rund 240000 im Bereich Medizin tatig sind. Diese Personen werden auf ihre Strahlenbelastung hin uberwacht. Die dabei registrierten geringen Werte zeigen den hohen Stand des Strahlenschutzes in Deutschland.

Šiuo metu Jūs matote 50% šio straipsnio.
Matomi 1097 žodžiai iš 2179 žodžių.
Siųskite sms numeriu 1337 su tekstu INFO MEDIA (kaina 0,87 €) ir įveskite gautą kodą į laukelį žemiau:
Kodas suteikia galimybę atrakinti iki 100 straispnių svetainėje ir galioja 24 val.