Die umwelt
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Die umwelt

Der Mensch bekommt von der Natur alles, was er zum Leben braucht.

Wasser, Essen, alle Staffe fur die Industrie. Ohne die Natur kann der Mensch nicht leben, deshalb mu er sie auch schutzen. Naturschutz ist in der Verfasung vieler Lander festgelegt.

Der Naturschutz ist also die Pflicht jedes Burgers auch unserer Republik. Dazu gehoren: Schutz und nationelle Nutzung des Bodens und der Bodenschatze, der Gewasser, der Pflanzen und Tiere, Reinhaltung der Luft und des Wassers, Produktion der Naturreichtumer, Verbesserung der Umwelt des Menschen.

Die Umweltpolitik. Auf Bundesebene ist das Bundesumweltministerium fur den Umweltschutz zustandig. Ihm unterstehen das Umweltbundesamt in Berlin, das Bundesamt fur Naturschutz in Bonn und das Bundesamt fur Strahlenschutz in Salzitter. Auch einige Lander haben eigenstandige Umweltministerien. Wichtige Aufgaben des Umweltschutzes werden auf lokaler Ebene von Stadten und Gemeinden wahrgenommen.

Der Umweltschutz in Deutschland hat ein im internationalen Vergleich hohes Niveau erreicht: In allen Verursacherbereichen wurden – vor allem seit den achtziger Jahren – strenge Grenzwerte fur Schadstoffeintrage in Luft und Gewasser durchgesetzt. Damit konnte in den alten und inzwischen auch in den neuen Landern die Umweltqualitat deutlich verbessert werden.

In den nenziger Jahren liegen die Schwerpunkte der Umweltpolitik in MaBnahmen zu einem effizienteren Energieeinsatz, zur SchlieBung von Stoffkreislaufen und zur Verringerung des Flachenverbrauchs.

Die Luftreinhaltung. Wie in anderen Industrielandern wird die Luft in Deutschland von Schadstoffen belastet, die vor allem aus dem Betrieb von Industrie und Gewerbe, aus dem StraBenverkehr, Heizungen und Kraftwerken stammen. Die Umweltbelastung zeigt sich besonders deutlich an den Waldschaden. 1996 waren 37 Prozent der Baume schwach und 20 Prozent deutlich geschadigt, lediglich 43 Prozent galten als gesund. Die menschliche Gesundheit, Boden und Gewasser, Gebaude und Kunstdenkmaler mussen deshalb vor weiteren Belastungen durch verunreinigte Luft geschutzt werden.

Gegen die Luftverschmutzung wurde ein umfassendes Programm entwickelt. Luftverunreinigungen werden schon an der Quelle erfaBs und drastisch abgebaut. So werden zum Beispiel die Schadstoffe, die aus Kraft – und Fernheizwerken sowie mit Autoabgasen in die Luft gelangen, durch Filter bzw. Katalysatoren zum groBen Teil reduziert. MaBnahmen wie die „GroBfeuerungsanlagenverordnung” und die „Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft” zwangen Kraftwerksbetreiber und Industrie zu einer raschen Umrustung ihrer Anlagen auf den neuesten Stand der Technik. Die Emissionen von Schwefeldioxid aus Industriefeuerungen und Kraftwerken sanken aus diesem Grund in den alten Landern zwischen 1980 und 1994 auf weniger als ein Siebentel, die von Stickstoffoxiden um rund 65 Prozent. Die Emission von Schwefeldioxid aus den Kraftwerken der alten Lander sank von 1983 bis 1996 um rund 90 Prozent. Bei den Stickstoffoxiden wurde eine Verminderung von uber 70 Prozent erreicht.

Im Verkehrsbereich wird die Belastung der Umwelt durch bleifreies Benzin reduziert, dessen Verkaufsanteil fast 100 Prozent betragt. Die Belastung der Luft durch die Schadstoffe Stickstoffoxid, Kohlenwasserstoff und Kohlenmonoxid konnte besonders durch die Einfuhrung und Weiterentwicklung des geregelten Dreiwege – Katalysators zur Abgasreinigung zunehmend verringert werden. Heute mussen alle neuen Personenkraftwagen mit Benzinmotor EUweit Abgaswerte einhalten, die derzeit nur mit einer solchen Abgasreinigungsanlage erreicht werden konnen. Daruber hinaus ist es Deutschland gelungen, EU – einheitlich umweltfreundlichere Kraftstoffqualitaten durchzusetzen.

Schutz vor Larm. Vor allem in Ballungsraumen ist Larm, besonders Verkehrslarm, zu einer schwerwiegenden Belastung der Bevolkerung geworden. MaBnahmen zur Larmbekampfung sind deshalb zwingend: Fur die Planung und den Bau von Wohngebieten, Verkehrs – und Industrieanlagen gibt es rechtlich verankerte Auflagen, um die Bevolkerung vor unzumutbarem Larm zu schutzen. Daruber hinaus werden WohnstraBen zu „verkehrsberuhigten” Zonen umgestaltet, die Gerauschgrenzwerte fur StraBenfahrzeuge werden herabgesetzt, und es werden Anreize fur den Einsatz leiserer Flugzeuge geschaffen. Immer mehr StraBen erhalten schallschluckende Belage. Auch in der Industrie und am Bau werden lammindernde Techniken eingesetzt. Mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel” werden die Verbraucher auf larmarme Produkte, Maschinen und Gerate hingewiesen.

Schutzt der Gewasser einschlieBlich der Meere. Entscheidende Verbesserungen wurden beim Schutz der Gewasser mit verscharften Vorschriften zur Abwassereinleitung und den dadurch ausgelosten Bau neuer Klaranlagen durch Industrie und Gemeinden erreicht. Sie richteten sich im ersten Schritt insbesondere gegen die organische Belastung der Oberflachengewasser. War in stark verschmutzten Flussen wie dem Rhein oder dem Main Anfang der siebziger Jahre der Artenreichtum drastisch zuruckgegangen, so leben dort heute aufgrund der verbesserten Wasserqualitat wieder annahernd so viele Arten wie in den zwanziger Jahren. Weiterer Sanierungsbedarf besteht dagegen noch trotz spurbarer Verbesserungen fur viele Seen und Flusse in den neuen Landern.

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