Hermann hesse der steppenwolf
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Hermann hesse der steppenwolf

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Palangos senosios gimnazijos

III HB klasės mokinės

Monikos Serapinaitės

Metinis darbas

Hermann Hesse

„Der Steppenwolf“

[pic]

Mok.:Giedrė Arlauskienė

2002

Palanga

INHALT

|Biographie |3 |

|……………………………………………………..| |

|………………………… | |

| | |

|„Der Steppenwolf“: | |

|Vorwort des |7 |

|Herausgebers…………………………………………..| |

|…………….. | |

|Aufzeichnungen |7 |

|……………………………………………………..| |

|………………… | |

|Tractat vom Steppenwolf |8 |

|……………………………………………………..| |

|……. | |

|Ort und Zeit |10 |

|……………………………………………………..| |

|………………………. | |

|Aussage |10 |

|……………………………………………………..| |

|…………………………… | |

|Stil |11 |

|……………………………………………………..| |

|…………………………………… | |

|Leseprobe……………………………………………..|11 |

|…………………………………. | |

|H.Hesse=H.Haller? |12 |

|……………………………………………………..| |

|……………. | |

|Magisches Theater |13 |

|……………………………………………………..| |

|……………. | |

|Charactere |17 |

|……………………………………………………..| |

|……………………….. | |

|Komentar vom Autor |20 |

|……………………………………………………..| |

|………….. | |

|Komentar vom anderen |20 |

|……………………………………………………..| |

|……… | |

|Meine Meinung |21 |

|……………………………………………………..| |

|…………………. | |

| | |

|Seine Werke |22 |

|……………………………………………………..| |

|…………………….. | |

| | |

| | |

|Literaturverzeichnis |23 |

|……………………………………………………..| |

|……………. | |

Hermann Hesse – Dichter einer anderen Welt. Wer seine Bücher gelesen

hat, kann diesem Gedanken wahrscheinlich zustimmen. Er ist der letzte

Ritter aus dem glanzvollen Zuge der Romantik. Hesse war zugleich Lyriker,

Erzähler, Essayist, als auch Kritiker und Maler. Die Bücher wurden in 55

Sprachen übersetzt. Hermann Hesse wird – vor allem von jungen Menschen –

auch heute noch immer wieder neu entdeckt. Im Laufe der Zeit habe ich

sieben von seinen Büchern gelesen und von allen ist für mich eine magische

Anziehung geblieben. Das hat bei mir bald einmal ein Interesse für Hermann

Hesse hervorgerufen, für den Mann, der solche traumhafte Bücher schrieb,

die so viel über das Leben und Kunst aussagen.

BIOGRAPHIE

Am 2. Jul, 1877 wurde Hermann Hesse in Calw/Württemberg als zweites

Kind des Johannes Hesse und seiner Frau Marie, geboren.

Die Mutter des Dichters, Marie Gundert-Dubois, Tochter von Dr. Hermann

Gundert-Dubois, wurde als Missionärstochter in Talatscheri (Ostindien)

geboren. Die Familie des Vaters hatte
baltisches Gepräge. Seine Eltern

waren Missionare, wodurch Hesse schon als Kind in Kontakt mit verschiedenen

Kulturen und Menschen, die in seinem Elternhaus zu Besuch waren, kam.

Im Geburtsjahr des Dichters feiert Großvater Hesse sein 50 Jubiläum.

Beide Großväter des Dichters, von Vaters- und von Muttersseite, tragen den

Vornamen Hermann.

H. Hesse hatte blaue, scharfe Augen und helles Haar; angespannte,

habichtartige Gesichtszüge und in der Erregung spitzige, rückwärtsfliehende

Ohren.

Als Hermann Hesse 3 Jahre alt war, hatte er seine Kindheit in der

Schweiz verbracht, wo sein Vater als Herausgeber eines Missionsmagazins

arbeitete. Als Kind verlebt Hesse hier glückliche Jahre. In diesen Jahren

beginnt für Hesse aber auch die Schulzeit mit strengen Lehrern, die

straften und schlugen ihn. Im 1883, als Hesse sechsjährig war, überlegte

sein Vater ernst, ob es nicht besser wäre, für die unbändige Frühreife des

Kindes zur

Erziehung ihn aus dem Haus zu geben. Die Lehrerin hat gesagt: “Wir sind zu

nervös, zu schwach für ihn… Gaben hat er, scheint’s zu allem: er

beobachtet den Mond und die Wolken, phantasiert lang auf dem Harmonium,

malt mit Bleistift oder Feder ganz wunderbare Zeichnungen, singt, wenn er

will, ganz ordentlich, und an Reimen fehlt es ihm nie.“ Er verliert das

Vertrauen gegenüber den Eltern, die ihn nicht vor der Übermacht die

Lehrerin schützen können. Nach der Rückkehr nach Calw 1886 besucht der

Neunjährige dort das Reallyzeum. Hesse erzählt darüber in seinem

„Kurzgefassten Lebenslauf“: „Dazu kamen die Schulwissenschaften hinzu, die

mir leichtfielen und Spass machten, namentlich fand ich ein wahres

Vergnügen an der lateinischen Sprache und habe beinahe ebenso früh

lateinische wie deutsche Verse gemacht..“ 1890-1891 besuchte er die

Lateinschule in Göppingen. An der Schule hatte Hesse kein grosses

Interesse, doch zählte man ihn mühelos zu den Besten seiner Klasse. Er

bestand also auch das berühmte Landesexamen, dass ein kostenloses

theologisches Studium gewährte. Hesse bestand das Examen als Zweitbester

und trat 1891 in das evangelische Klosterseminar Maulbronn ein. Am 1892

flüchtet er aus dem Seminar sich. Von diesem Ereignis an wurde Hesse immer

gleichgültiger und unberechenbarer, er litt chronisch unter Kopfschmerzen

und Schlaflosigkeit. Er verliebte sich in die ältere Eugenie Kolb, welche

ihn nicht liebte. Er stürzte in eine tiefe Depression. Er lieh sich Geld,

kaufte einen Revolver und dachte oft über Selbstmord. Mit fünfzehn Jahren

war er tief über die

Zurückweisung seiner Eltern verletzt und tobte über die Gesellschaft

und die Religion. . „Dass ich ohne weiteres immer weggelaufen bin“,

schreibt Hesse an seinem Vater „galt Euch für krankhaft. Es war natürlich

nicht das Richtige, aber ich fühlte zu allem, was Ihr aus mir machen

wolltet, keine Lust, keine Kraft, keinen Mut. Wenn ich so ohne jedes

Interesse an meiner Arbeit Stunde um Stunde im Geschäft oder Studium war,

ergriff mich eben Ekel“ Dann besuchte H.Hesse eine Gymnasium. Er machte

Mechaniker und Buchhändlerlehre. Hesse begann zu trinken, stark zu rauchen

und Schulden zu machen. Er meinte immer an Selbstmord und die Depressionen

beganen sich wieder. Seine Eltern nahmen ihn nach Hause.

Schon früh wollte Hesse Dichter werden – seit der Kindheit hatte er

Gedichte geschrieben und nun wurde einiges von ihm veröffentlicht. Er war

immer entschlossener, Schriftsteller zu werden. Er arbeitete als

Buchhändler und schrieb in seiner Freizeit. Immer mehr bemühte er sich um

den Kontakt zu den Menschen, er wollte die Kunst mit den Menschen lernen.

Hesse konnte nicht mehr gegen und ohne sie leben. Trotzdem war ihm die

Natur das Wichtigste und er war am glücklichsten, wenn er alleine in der

Natur umherstreifte.

Als er 24 Jahre alt war, machte er die erste Reise nach Italien. In

nächsten Jahren starb seine Mutter. 1904 wurde er freier Schriftsteller in

Gaienhofen am Bodensee. Immer öfter dachte Hermann Hesse, er leide unter

verschiedenen Krankheiten; es zeigt sich klar, dass er ein Hypochonder war.

Dann folgte eine Heirat mit Maria Bernoulli. Sie hatten drei Söhnen

gehabt: Bruno (geb.1905), Heiner (geb.1909) und Martin (geb. 1911). 1907

baute Hesse sein eigenes Haus in Gaienhofen. Im Jahren 1910-1912

unternimmt er viele Reisen: nach Österreich, Italien, in die Schweiz und

nach Indien. Bald starb sein Vater. 1919 zieht er nach Montagnola bei

Lugano um. 4 Jahre später wird er Schweizer Staatsbürger. Hermann Hesse

schrieb unter dem Pseudonym „Emil Sinclair“. Er zog ohne Familie von Bern

nach Montagnola (Tessin) um. Ausserdem begann Hesse zu malen. Diese ganz

neue Weise sich auszudrücken bedeutete ihm sehr viel. Das Malen war also

ein weiterer Einfluss auf seine Schreibtätigkeit.

Seit dem Frühling behandelte er sich regelmäßige in Baden bei Zürich.

1923 lässt er sich von seiner ersten Frau scheiden und heiratet im

darauffolgenden Jahr die 27jährige Sängerin Ruth Wenger (Hesse ist zu

diesem Zeitpunkt 47jährig!). Doch
diese Bindung währt nicht lange, die

beiden Charaktere sind zu unterschiedlich, sodass die Ehe 1927 wieder

geschieden wird.

1931 heiratete er Nino Dolbin (Kunsthistorikerin), geb. ausländer.

Dann zog H.Hesse in ein neues Haus am Rand von Montagnola, das Hans C.

Modmer für Hesse bauen ließ und ihm auf Lebenszeit zur Verfügung stellte.

In 1947 war er Ehrendoktor in der Universität in Bern.

Hesse, dessen Bücher millionenfach verkauft wurden, wurde im Jahr 1946

für seine schriftstellerischen Leistungen mit dem Nobelpreis für Literatur

ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen sind u.a der Bauernfeld-Preis,

Gottfried-Keller-Preis, Göthe-Preis, Wilhelm Raabe-Preis, Orden pour la

mérite, Friedenspreis des dt. Buchhandles.

Seine Freunden waren so berühmte Menschen wie Ludwig

Finckh (1985 – 1989) , Othmar Schoeck (1904-1912),

Romain Rolland (1912-1919), Hugo und Emmy Ball

(1920), Thomas Mann. Auch hatte er Briefkontakt mit

Döblin, Eich, Freud, Heuss, Hofmannsthal, C.G.Jung,

E. Laske-Schüler, W.Rabe, Rilke, A.Schweitzer,

A.Zweig, St. Zweig.

Hesse starb am 9.August 1962 in Montagno bei Lugano.

„DER STEPPENWOLF“

Hesses Roman „Der Steppenwolf“ entstand in einer schweren seelischen Krise

des damals knapp 50jährigen Autors.

Inhalt

Vorwort des Herausgebers

Im Haus der Tante des Herausgebers mietet ein etwa 50jähriger Mann ein

Zimmer und eine Schlafkammer. Er heißt Harry Haller und nennt sich selbst

einen Steppenwolf. Er hat keinen Beruf. Der Herausgeber spionierte mehrmals

in seinem Zimmer herum und sah, daß Haller gerne hohe Literatur las, in

einem Konzert sah er ihn auch einmal. Im Zimmer war es stets unaufgeräumt,

Flaschen lagen am Boden herum. Eines Tages war er verschwunden und

hinterließ ein Manuskript, das er an den Herausgeber adressierte. Dieser

meint, daß Hallers Seelenkrankheit eine Krankheit der Zeit wäre. [Haller

ist ein Intellektueller, der seinen Intellekt haßt, ihn aber nicht

loswerden kann]

Harry Hallers Aufzeichnungen Nur für Verrückte

sind in der Ich-Form geschrieben. Er beschreibt erst einen Tagesablauf,

dann einen Nachtspaziergang, bei dem er ein Leuchtschild mit den Worten

„Magisches Theater, Eintritt nicht für jedermann“ auf einer grauen Mauer

sieht. Er versucht die Tür aufzumachen, doch es geht nicht. Haller will

schon wieder gehen, als er die Buchstaben „Nur für Verrückte“ entziffert;

nun erlosch das Schild wieder. Nun geht er in ein Gasthaus und beginnt, die

heutige Gesellschaft gedanklich zu kritisieren; sie weiß nichts mehr zu

schätzen, ist nicht an alten Werten interessiert,… Am Heimweg kann er das

Schild an der alten Mauer nicht entdecken, doch er trifft einen Mann mit

einem Schild, auf dem „Anarchistische Abendunterhaltung, Magisches

Theater!“ geschrieben steht. Er will wissen, wo dieses Theater ist, statt

dessen drückt ihm der Mann ein Büchlein in die Hand und verschwindet.

Tractat vom Steppenwolf Nur für Verrückte

Der Tractat ist ein eingeschobener Kommentar zu Hallers Aufzeichnungen. Der

Verfasser ist besser über Harry orientiert als dieser selber; zugleich ist

der Tractat eine Selbstanalyse Hesses. Der Steppenwolf ist ein

Selbstmörder, den Hesse aus drei Betrachtungsweisen sieht:

• Psychologisch: sensibel und empfindlich bei der kleinsten

Erschütterung denkt er intensivst an Selbstmord

• Metaphysisch: Nicht mehr die Vollendung ihrer Seele und

Selbstverwirklichung ist Lebensziel, sondern die Auflösung, zurück zu

Gott / ins All

• Philosophisch: Der Weg zum Tod steht immer einem offen, das kann

manche Sachen erträglicher machen

Er handelt von allen Steppenwölfen, ein Harry als Beispiel. Es ist

eine psychologische Analyse von Hallers Schicksalsproblematik. Es klärt ihn

auf, daß eine menschliche und eine wölfische Seele in ihm wohne, die in

ständiger Todfeindschaft gegeneinander stehen. [Die eine Hälfte will

fressen, saufen und morden, die andere will denken, lesen und Mozart hören;

so entstehen Störungen, bis man die zwei Auswege kennenlernt: entweder man

hängt sich auf oder man bekehrt sich zum Humor] Der Steppenwolf ist ein

Mensch, der nach Unabhängigkeit strebt und dann an ihr zugrunde geht. Harry

lebt als „Selbstmörder“, weil er sich stets gefährdet vorkommt; doch diese

anscheinende Schwäche ist auch seine Stütze. Er verachtet das Bürgertum,

lebt aber immer bürgerlich und ist auch in kleinbürgerlicher Erziehung

aufgewachsen. Sein Ideal ist die Erhaltung des Ichs. So versucht er immer

in der Mitte zwischen den Extremen zu leben, was ihm auch gelingt. All das

weiß jeder Steppenwolf, doch er fürchtet sich vor einer Selbstbegegnung.

Nun erfährt man, daß es unmöglich sei, die Seele in nur zwei Teile zu

teilen, da sie aus unzählbar vielen besteht. Obwohl der Steppenwolf mehr

weiß, als der Bürger, begreift er nicht, daß das Nichtsterbenwollen der

sicherste Weg
zum Tod ist, während das Sterbenkönnen zur Unsterblichkeit

führt. Alles wilde, unbezähmbare, von dem es ihm noch nicht gelang, seiner

Herr zu werden, nennt er wölfisch; den Rest zählt er zum Menschen in ihm.

Nachdem er zu Ende gelesen hatte, suchte er noch ein Gedicht, das er

einmal geschrieben hat, denkt über sein Leben nach (Vermögen und Ruf

verloren, Frau geisteskrank) und denkt, daß der einzige Ausweg Selbstmord

wäre. Er wandelt durch die Straßen und sucht oft die Mauer mit dem Tor zur

Abendunterhaltung, jedoch vergeblich. Eines Tages beobachtet er ein

Begräbnis, unter deren Trauernden er den Mann mit dem Schild zu erkennen

glaubt; es ist aber eine Verwechslung. Nun trifft er einen alten Bekannten,

der ihn zum Essen einlädt. Da Haller aber die Kommunikation und den Umgang

mit Menschen verlernt hat, verstimmt er die Gastgeber und geht. Da er nicht

nach Hause will, begibt er sich in ein Wirtshaus. Dort lernt er die

Prostituierte Hermine (Name!) kennen, die ihn versteht und ihm den

Selbstmord ausredet. Harry gefällt, wie sie ihm Befehle gibt und ihn in die

Freuden des Lebens einführt. Bei einem Tanzabend verkuppelt Hermine ihn mit

ihrer Freundin Maria, mit der er jetzt eine rein sexuelle Beziehung

beginnt. Er muß sie aber mit ihren Kunden und auch mit Pablo, einem dunklen

Musiker, teilen. Zwar ist er eifersüchtig, doch versteht er sich ganz gut

mit Pablo, von dem er auch ab und zu Drogen annimmt. Harry trifft sich vor

dem Maskenball, auf den er mit Hermine gehen muß, mit Maria; beide ahnen,

daß es ihr letztes Zusammentreffen ist.

Am Maskenball [Lossprechung von der Schule des Lebens] ist Hermine als

Mann verkleidet, daß Haller in ihr seinen alten Schulfreund Hermann

erkennt. Nachdem sie sich umgezogen hat verliebt sich Harry endlich in sie.

Pablo führt die beiden nach dem Ball in sein magisches Theater; Eintritt

nur für Verrückte, kostet den Verstand. [Das magische Theater ist die Welt

aller Lebensmöglichkeiten, die in einem ruhen, die Spiegelung des Inneren.

Es ist Bild und Hülle für das, was Hesse am wertvollsten und wichtigsten

ist. Das magische Denken ist der Weg zur seelischen Neueinstellung, der

Rückweg ins Unbewußte, um vergessene Triebe aufzufinden (Spaß am Schießen)]

Pablo erklärt ihm nun, daß alles ni magischem Theateer nicht wirklich

war; Harry hat sich auch zu sehr hineingesteigert. Er sagt, daß alles

korrigierbar wäre und nimmt die zu einer Spielfigur geschrumpfte Hermine in

die Tasche. Nun verstand Harry alles und wußte, daß er das Spiel einmal

besser spielen und das Lachen auch noch lernen würde.

Ort und Zeit

Kleinstadt in Deutschland, zur Zeit des Ersten Weltkrieges (1916)

Aussage:

Die Erzählung ist im wesentlichen handlungsarm, da sie meistens aus

Gedanken, Betrachtungen, Meinungen und Erkenntnissen zur Situation des

modernen Menschen, des jungen Menschen von heute, ihrer Probleme und Nöte

getragen wird. Sie wird daher auch oft als Darstellung des modernen

Menschen in seiner Zerrissenheit verstanden. Das Problem, das geschildert

wird ist das allgemeinste der Welt, es ist das Problem des Lebens selbst,

das der Schuld des einzelnen, der Schwierigkeit, zu sich selbst zu finden,

es ist das Problem der Zwecklosigkeit des Daseins, das Problem der

Vergänglichkeit, das Problem der Zeit. Der Tod ist nicht die Lösung dieser

Probleme, er ist vielmehr Feigheit und Flucht. Das Problem des Lebens kann

man überhaupt nicht lösen, man kann es nur akzeptieren und mit Humor

betrachten, denn nur das Lachen ist der richtige Weg zur Unsterblichkeit.

Nur der, der nicht leben kann, hat die Fähigkeit, richtig zu sterben.

Harry Haller repräsentiert den Konflikt zwischen dem

gesellschaftlichen Wesen und seinen Verpflichtungen, den Konventionen

unterworfenen und sich nach Normalität sehnenden Bürgers einerseits.

In dem Roman “Der Steppenwolf “schreibt man über erschütternde Weise

die seelische Not eines gespaltenen Menschen, der sich gleichzeitig als

Tier und als Geistwesen empfindet. Der Held Harry Haller ist die

Verkörperung des umhergetriebenen, von seinem unbekannten Ich bejagte

Menschen. Gelingt es Harry Haller ( = Hermann Hesse, siehe auch

Lebenslauf), das Tier im eigenen Inneren zu stellen, es sichtbar zu machen,

so könnte er sich selbst erlösen.

Im “Magischen Theater – Nicht für Jedermann“ wird Haller in

furchtbarer Weise sein eigenes Ich gewahr, und seine tief verborgene,

geheimnisvolle Lust am Geschlechtlichen wird ans Licht der Welt gefördert.

Im “Steppenwolf“ geht es, wie in manch anderen Werken Hesses um die

Nachtseite der Natur des Menschen.

Der Stil

Das Buch steigt nicht direkt in die Handlung ein, sondern wird durch

das Vorwort des Herausgebers (dem Neffen von Hallers Vermieterin)

eingeleitet um die Authenzität des Werkes zu bekräftigen, indem er dem

Leser seinen persönlichen Eindruck dieses fremdartigen Menschen schildert,

dessen unkonventionelles Leben ihn in gewisser Weise fasziniert. In den

ersten 32 Seiten wird die Figur H. Haller aus der Sicht des Herausgebers

dem
Leser vorgestellt, es erfolgt dann ein Hinweis auf dessen

zurückgebliebene Aufzeichnungen, die ein umfassenden Einblick in die Seele

des Steppenwolfs liefert. Zum sprachlichen Stil ist zu sagen, daß hier eine

nüchterne, trockene, teilweise auch in Bezug auf das Bürgertum abwertende

Sprache dominiert, der, nach Art des Steppenwolfs, alle umschweifenden und

unnötigen Worten fehlen. Obwohl Haller ein Geistesmensch ist, werden seine

geistigen Tätigkeiten im Vergleich zu der verhaßten bürgerlichen Welt nur

unzureichend beschrieben.

Leseprobe:

Ein Wort Hallers hat einem Mann den Schlüssel zu diesem Verständnis

gegeben. H. Hesse sagte einmal zu Ihm, nachdem sie über sogenannte

Grausamkeit im Mittelalter gesprochen hatten:“Diese Grausamkeiten sind in

Wirklichkeit keine. Ein Mensch des Mittelalters würde den ganzen Stil

unseres heutigen Lebens noch ganz anders als grausam, entsetzlich und

barbarisch verabscheuen! Jede Zeit, jede Kultur, jede Sitte und Tradition

hat ihren Stil, hat ihre ihr zukommenden Zartheiten und Härten, Schönheiten

und Grausamkeiten, hält gewisse Leiden für selbstverständlich, nimmt

gewisse Übel geduldig hin. Zum wirklichen Leiden, zur Hölle wird das

menschliche Leben nur da, wo zwei Zeiten, zwei Kulturen und Religionen

einander überschneiden. Ein Mensch der Antike, der im Mittelalter hätte

leben müssen, wäre daran jämmerlich erstickt, ebenso wie ein Wilder

inmitten unserer Zivilisation ersticken müßte. Es gibt nun Zeiten, wo eine

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