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Kaunas

Kaunas ist das zweitgrößte Industrie-,Wissenschaft-und Kulturzentrum Litauens.

Eines der schönsten Gebäude ist das Rathaus mit einen eleganten, dreiundfünfzig Meter hohem Turm. Es wurde im sechzehnten Jahrhundert erbaut. Die Einheimischen nennen es „Weißer Schwan“. Um das Rathaus herum befinden sich auch viele andere bemerkenswerte Denkmäler. Zu ihnen gehört auch die Vytautas-Kirche aus dem fünfzehnten Jahrhundert, die Kathedrale und das älteste Haus in Kaunas das Perkūnas-Haus.

In der A.Žilinskas-Gemäldegalerie sind Gemälde westeuropäischer Künstler ausgestellt. In der Sammlung sind über achthundert Werke von bedeutenden Malern.

Besuchenswert ist auch das Keramikmuseum, das Maironis-Literaturmuseum und das Zoologische Museum.

Die Kaunasser Burg wurde in der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts als Steinburg an der strategisch sehr günstigen Stelle zwischen den beiden Flüssen Neris und Nemunas erbaut (zuvorhatte dort bereits eine noch ältere, aber weniger haltbare Burg aus Holz gestanden).

Dreizehnhundertzweiundsechzig wurde die Steinburg von den Kreuzrittern zerstört. Danach wurde sie mit bis zu 3,5 Meterdicken Mauern wieder aufgebaut.

Ažuolynas, ein sechszig Hektar großer herlicher Eichenwald, wie man ihn so schnell nicht wieder findet. Bei

Beginn der Industriezeit wurde der Wald zerstört. Was zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts übrig war, wurde in einen Park umgewandelt und erhalten. Seither hat man noch fünfzehntausend Eichen gepflanzt. Jetzt dehnt er sich wieder aus.



Legende von der Stadtgründung

Zu einer Zeit, als die Litauer noch die Sonne, den Mond und den Donnergott Perkūnas verehrten, da hüteten die Vaidilutės genannten Priester-Jungfrauen in den undurchdringlichen Eichenwäldern das Ewige Feuer. Ein solcher heiliger Hain mit einer Feuerstätte befand sich auch südlich des heutigen Kaunas auf dem Hügel über den Nemunas. Dort hütete die schöne Aleksota, Tochter des Fürsten Erdvila, die heiligen Flammen. Alle Männer begehrten sie, doch Aleksota blieb ihrem Schwur treu und erhörte keinen. Eines Tages allerdings begegnete ihr der Jüngling Daugerutis, der mit seinem lieblichen Gesang ihr Herz betörte, und das Schicksal nahm seinen Lauf. Ihre garstige Schwiegermutter, die selbst den Sänger begehrte, verpetzte den Jüngling bei den Göttern. Er wolle eine der geweihten Jungfrauen verführen, behauptete sie, von Eifersucht erfüllt.

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