Von meiner familie erlittene zwangsarbeit unter der nazi-besetzung
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Von meiner familie erlittene zwangsarbeit unter der nazi-besetzung

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Ich habe mir lange Gedanken gemacht,was ich zu dem Thema schreiben koennte.Das ist doch vor 63 Jahren geschehen, und mich gab es auf der Welt noch nicht.Nur Augenzeugen deren Zeiten koennen am besten ihr Gesehenes und ihre Gefuehle wiedergeben.Ich dem Gott, dass unsere Familie durch Nazigrausamkeiten nicht gelitten hat. Ich kenne aber eine achtzigjaehrige Frau, sie heisst Toby und lebt in New York. Sie ist judischer Herkunft. Waehrend des zweiten Weltkriegs hat sie in Vilnius gelebt. Unsere Familie hat sehr nahe Beziehungen mit der Frau, fuer mich ist sie wie meine Grossmutter. Eines Tages hat sie uns alles erzaelt,was sie damals erlitten hat.

Damals hat Toby mit ihrer Familie in Vilnius, in der Strasse gelebt, die heute “Vokieciu” (“Deutsche”) heisst. Sie war 17 Jahre alt, als Nazideutschland Vilnius okkupiert hat. In der Regel ist dieses Alter das schoenste im Leben eines Menschen, aber nicht fuer Toby. Nazis haben alle Juden von ihrem Zuhause vertrieben und ihr ganzes Vermoegen fuer sich genommen. Ohne jeglicher Erklaerung wurden einige Juden taeglich weggefahren, unbekannt wohin, eins war aber offensichtlich – keiner ist zurueckgekommen.Die Mutter von Toby ist auch nicht zurueckgekommen…

Toby’s Vater und Bruder wurden in Paneriai erschossen. Schon tote und verletzte Juden – Maenner, Frauen, Kinder – wurden einfach in Gruben geworfen, aufeinander wie tote Tiere gestapelt. Das siebzehnjaerige Maedchen musste mit ihren Augen beobachten, wie ihre Familie getoetet wurde. Ihr Herz hat geblutet und sich mit Hass gefuelt. Das war Hass gegen Nazis, die unschuldige Menschen umgebracht haben.

Alle juengeren Juden, die arbeitsfaehig waren, wurden in Gettos untergebracht. Das waren die Stadtviertel, wo Menschengruppen aus rassischen oder religiosen Gruenden mit Zwang untergebracht werden. Die Aelteren oder Kranken wurden einfach erschossen. Sogar auf Spielplaetzen wurden Kinder erschossen, deren Leben noch vor ihnen lag. Warum? Hitler wollte die Wellt von der “Judengefahr” retten und das hat er nur als Vernichtung aller Juden verstanden.

Toby hat also zwei Jahre im Getto gelebt und schwerste Arbeiten gemacht. Ihre Lebensbedingungen waren sehr schlecht. 1943 wurde Toby nach Riga in das Konzentrationslager gefahren.Noch ein Jahr spaeter nach Stuttgart. Dort hatten die Juden keine menschlichen Lebensbedingungen, sie haben gehungert, gefroren, sind massenweise an Hunger und Krankheiten gestorben. Sie wurden zum Arbeiten gezwungen und wer das nicht geschafft hatte, wurde erschossen. Kranke Juden wurden nicht geheilt, sie wurden in einem Gebaeude mit Toten oder Sterbenden untergebracht. Toby wurde auch schwer krank und zum Tod gelassen, eine gute Frau hat sie aber gerettet. Das junge Maedchen hat ihr leid getan, deswegen hat sie Toby entfuehrt, geheilt und von Nazis versteckt. Mit ihrer Hilfe wurde Toby gesund und hatte ihre Lebenskraefte wiederbekommen. Ihr ganzes Leben ist sie an die gutherzige Frau dakbar geblieben. Die Frau hat sehr riskiert.Wenn jemand einem helfen wollte, konnte er streng bestraft werden. Das hat auch Toby erlebt: sie hat einmal eine einzige Kartoffel gestohlen, um sie den Hungernden zu geben, und wurde dafuer gepeitscht. Die Juden mussten viel leiden.

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