Feste und bräuche in deutshland
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Feste und bräuche in deutshland

Das Wunder von Weihnachten

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Weihnachten – eine Zeit des Jahres, die die Menschen immer wieder

verzaubert. Weihnachten ist das bedeutendste Familienfest in Deutschland.

Ab Anfang Dezember riecht es auf vielen Strassen weihnachtlich.

Weihnachtsmärkte werden aufgeschlagen, Christbäume aufgestellt und

geschmückt. Am Höhepunkt der Weihnachtszeit, dem Heiligen Abend, versammeln

sich viele Familien unter dem Christbaum und feiern.

Wenn Sie deutsche Weihnachten näher kennenlernen möchten, sind Sie hier

richtig. Rund um das Thema Weihnachten stellen wir Ihnen vor, was Sie schon

immer wissen wollten.

Vergessen Sie aber nicht das wichtigste: Entdecken Sie auch das Wunder von

Weihnachten! Denn nur weil Jesus Christus als Mensch für uns auf die Erde

kam, können wir überhaupt Weihnachten feiern. Gott liebt Sie und möchte,

daß auch Sie das Wunder von Weihnachten entdecken: Jesus Christus! Sie

können ihn persönlich kennenlernen!

Die Weihnachtsgeschichte

Gottes Sohn kommt in die WeltIn dieser Zeit befahl der Kaiser Augustus, daß alle Bewohner des römischen

Reiches namentlich in Listen erfaßt werden sollten. Eine solche

Volkszählung hatte es noch nie gegeben. Sie wurde durchgeführt, als

Quirinius Gouverneur in Syrien war.

Jeder mußte in die Stadt gehen, aus der er stammte, um sich dort eintragen

zu lassen. Weil Joseph ein Nachkomme Davids war, der in Bethlehem geboren

wurde, reiste er von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa. Joseph

mußte sich dort einschreiben lassen, zusammen mit seiner jungen Frau Maria,

die ein Kind erwartete.

Als sie in Bethlehem waren, brachte Maria ihr erstes Kind – einen Sohn –

zur Welt.  Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe

im Stall, weil sie in dem Gasthaus keinen Platz bekommen hatten.

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|Stall in Bethlehem |

Die Hirten auf dem Feld

In dieser Nacht bewachten draußen auf dem Feld einige Hirten ihre Herden.

Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht umstrahlte sie.

Die Hirten erschraken sehr, aber der Engel sagte: »Fürchtet euch nicht! Ich

bringe euch die größte Freude für alle Menschen: Heute ist für euch in der

Stadt, in der schon David geboren wurde, der lang ersehnte Retter zur Welt

gekommen. Es ist Christus, der Herr. Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das

Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!«

Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten: »Gott

im Himmel gehört alle Ehre; denn er hat den Frieden auf die Erde gebracht

für alle, die bereit sind, seinen Frieden anzunehmen.«

Nachdem die Engel sie verlassen hatten, beschlossen die Hirten: »Kommt, wir

gehen nach Bethlehem. Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und wovon

Gottes Engel gesprochen hat.« Sie machten sich sofort auf den Weg und

fanden Maria und Joseph und das Kind, das in der Futterkrippe lag.  

Als sie das Kind sahen, erzählten die Hirten, was ihnen der Engel gesagt

hatte. Und alle, die ihren Bericht hörten, waren darüber sehr erstaunt.

Maria aber merkte sich jedes Wort und dachte immer wieder darüber nach.

Dann kehrten die Hirten zu ihren Herden zurück. Sie lobten und dankten Gott

für das, was sie in dieser Nacht erlebt hatten. Alles war genau so, wie der

Engel es ihnen gesagt hatte.

Die Bibel – Lukas 2, 1- 20

Gott liebt Sie und möchte Ihnen in Jesus Christus ein neues Leben schenken.

In Jesus Christus ist er selbst Mensch geworden. Er hat auf dieser Erde

gelebt und ist für uns am Kreuz gestorben. Damit ist der Weg zu Gott wieder

frei. Jeder, der will, kann nun zu Gott kommen und sein Kind werden. Auch

Sie!

Deutsche Bräuche: Karneval

In Deutschland gibt es viele verschiedene Bräuche und Feste. Die größten

und wichtigsten Feste sind Weihnachten und Ostern. Darüber haben wir schon

geschrieben. Heute kommt ein anderes Fest an die Reihe. Es ist kein

religiöses Fest. Das Fest heißt Karneval.

Ein alter Brauch

Karneval wird nicht überall in Deutschland gefeiert. Besonders viele

Menschen feiern es im Rheinland. Gut bekannt sind die Feiern in den Städten

Köln, Düsseldorf und Mainz. Aber auch in anderen Teilen Deutschlands feiert

man dieses Fest. Nur gibt man dort dem Fest einen anderen Namen. Dort heißt

es „Fastnacht“ oder „Fasching“.

Der Brauch, Karneval oder Fastnacht zu feiern ist sehr alt. Schon im 13.

Jahrhundert gab es Karnevalsumzüge, und ein Karnevalskönig wurde gewählt.

Karneval ist eine Zeit, um einmal richtig lustig zu sein. Man verkleidet

sich und zieht bunte Kleider oder Masken an. Dann geht man zu

Karnevalsfeiern oder auf Karnevalsumzüge mit großen bunt geschmückten

Wagen.

Den Winter vertreiben

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|Allemannische Fasenacht |

In Süddeutschland, aber auch in der Schweiz und in Österreich, heißt der

Karneval „Fas(t)nacht“. Oft sieht man in der Fastnachtszeit Menschen mit

Masken durch die Straßen ziehen. Diese Masken sollen Angst machen. Auch

Hexen mit ihren Besen kann man sehen. Manche der Gestalten tragen auch

Glocken oder Peitschen, mit denen sie viel Lärm machen.

Dieser Brauch ist schon sehr alt. Früher wollte man damit den
Winter

vertreiben. Die bösen Geister, die Wachstum und Ernte bedrohen, sollten

verscheucht werden. Und die guten Geister, die den Frühling bringen,

sollten geweckt werden. Heute glauben nicht mehr viele Menschen daran. Aber

es ist ein alter Brauch, und den Menschen macht es Spaß, dabei mitzumachen.

Feste und Festzüge

Im Rheinland wird der Karneval anders gefeiert. Vieles erinnert dort an die

Zeit von 1823. Der Krieg gegen die Franzosen war gerade vorbei, und in Köln

fand wieder der erste Karnevalsumzug statt. So haben auch heute noch viele

Menschen die Kleider an, die man damals getragen hat. Soldatenkleider und

schöne Kostüme. Schon am 11.11. beginnt die Zeit des Karnevals mit lustigen

Festen in großen Häusern, sogenannte „Sitzungen“. Richtig gefeiert wird

dann im Frühling. Fast eine Woche lang sieht man verkleidete Menschen auf

der Straße oder bei Festen. Höhepunkt ist ein langer Zug mit vielen bunten

Wagen und verkleideten Menschen am Rosenmontag. Viele Stunden lang gehen

die Festzüge durch die Stadt, und viele Menschen stehen an den Straßen und

schauen zu. Die Schulen und die meisten Geschäfte sind an diesem Tag

geschlossen.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei

Zwei Tage später ist dann alles vorbei. Am sogenannten „Aschermittwoch“

endet der Karneval. Jetzt beginnt die 40tägige Fastenzeit als Vorbereitung

auf das Osterfest. Heute gibt es aber nur noch wenige Menschen, die während

dieser Zeit auf bestimmte Nahrungs- und Genußmittel verzichten. Früher ließ

sich diese Zeit aber besser ertragen, wenn man vorher ausgiebig gefeiert

und gegessen hatte.

Karneval: Eine närrische Zeit

Im Frühling feiert man in manchen Gegenden Deutschlands Karneval. Es ist

ein altes Brauchtumsfest, aber nicht zu verwechseln mit der Fas(t)nacht. In

diesem Artikel soll es um den Kölner Karneval gehen. Er gehört zu den

bekanntesten in ganz Deutschland und wird hier stellvertretend für den

Karneval des Rheinlandes beschrieben.

Feste feiern

Der Karneval, so wie er heute gefeiert wird, hat seinen Ursprung im Jahre

1823. Damals war das Rheinland von den Franzosen besetzt, und diese

Besetzung wurde nun endgültig aufgehoben.

Karneval wird jeweils vom 11.11. bis zum Aschermittwoch des folgenden

Jahres gefeiert. Am 11.11. wird die neue Karnevalssession eröffnet. Nun

folgen bis „Weiberfastnacht“ Karnevalssitzungen. Zu diesen Sitzungen geht

man verkleidet. Der Sitzungsvorstand ist ein sog. Elferrat, dessen Name

unter Spott an die französische Besatzungszeit erinnern soll. Mitglied im

Elferrat zu sein ist eine große Ehre. Während der Sitzung wird viel

gesungen, hauptsächlich in „Kölsch“ (Kölner Dialekt); Tanzgarden und

Büttenredner treten auf.

Höhepunkt einer jeden Sitzung ist die Ankunft des Dreigestirns, bestehend

aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Das Dreigestirn wird jedes Jahr neu

bestimmt. Es trägt prächtige Uniformen und besteht aus drei Männern, die

für die Zeit vom 11.11. bis Aschermittwoch unbezahlten Urlaub nehmen, um

allen Verpflichtungen nachkommen zu können.

Auf den Straßen ist was los

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|Karneval im Rheinland |

Von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag gehört Köln dem Straßenkarneval.

Viele Geschäfte haben in diesen sechs Tagen geschlossen. Schulen und

Universitäten sind Rosenmontag und Veilchendienstag auf jeden Fall

geschlossen. Der Straßenkarneval bindet alle Bewohner Kölns ein. Zu allen

Tages- und Nachtzeiten findet man verkleidete, fröhlich feiernde Menschen

in der Altstadt und in den Kneipen der einzelnen Stadtviertel. Höhepunkt

des Straßenkarnevals ist der Rosenmontagszug. Der Zug besteht aus

Themenwagen, Fußgruppen, Musikkapellen, Garden und dem Wagen des

Dreigestirns. Die Themenwagen sind dekorierte Trecker- oder LKW-Anhänger,

die einem aktuellen Thema (z.B. aus der Politik) entsprechend meist

humorvoll gestaltet werden.

Themenwagen werden von Vereinen und Gruppen in mühevoller Kleinarbeit

erstellt. Oft dauert die Herstellung der Dekoration fast das ganze Jahr.

Fußgruppen werden aus kleinen Vereinen und Gruppen gebildet. Sie tragen

alle die gleichen Kostüme. Garden sind Männergruppen, die zu

Karnevalsvereinen gehören. Sie tragen Uniformen, die das französische

Militär verspotten sollten. Statt der Gewehre mit dem Bajonett tragen sie

Holzgewehre mit Rosen im Lauf.

Die Mitfahrenden auf den Themenwagen, die Fußgruppen und das Dreigestirn

werfen Bonbons („Kamelle“) und andere Süßigkeiten in die am Straßenrand

stehende Menge. In Köln stehen beim Rosenmontagszug über eine Million

Menschen am Straßenrand. Der Umzug führt durch die Innenstadt und dauert

mehrere Stunden. In Auszügen wird er vom Fernsehen übertragen.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei …

Die Karnevalssession endet am Aschermittwoch, sechs Wochen vor Ostern. Mit

dem Aschermittwoch beginnt in der katholischen Kirche die Fastenzeit. Diese

Zeit wird erst am Ostersonntag beendet.

In den vergangenen Jahrhunderten wurde der Karneval von der katholischen

Kirche sehr gefördert und gestützt. Das hatte auch folgenden Grund: Im

Februar wurden die Vorräte, die die Menschen eingelagert hatten allmählich

knapp. Bis Ostern, wenn das erste Gemüse wieder geerntet werden konnte,

würden sie nie reichen. Daher sollte das Volk während des Straßenkarnevals

noch einmal ordentlich feiern, essen und trinken. Die Fastenzeit danach war

nötig, um mit dem wenigen, das es dann noch gab über die Runden zu kommen.

Diese sechs kargen Wochen waren
wenn man vorher

ausschweifend von allem genossen hatte.

Feste und Bräuche im Frühling **

Ostern – das Fest der AuferstehungÜber Ostern haben wir schon viel geschrieben. Als die alten Germanen noch

nichts von dem lebendigen Gott und seinem Sohn Jesus Christus wussten,

wurde dieses Frühlingsfest schon gefeiert.

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Später hörten sie, dass Jesus am Kreuz gestorben ist für alles Böse, das

sie getan haben. Und dass Jesus stärker ist als der Tod, weil er aus dem

Grab auferstanden ist. Jeder, der an ihn glaubt, muss nun auch nicht mehr

den ewigen Tod erleiden. Diese gute Nachricht machte viele Menschen froh.

Damals und auch heute noch.

Ostern wurde so zum Fest der Auferstehung, dem wichtigsten christlichen

Fest. Aber viele alte Bräuche haben sich erhalten. So versteckt man an

Ostern gerne gekochte und bunt gefärbte Eier. Viele sagen auch, das täte

der Osterhase. Die Kinder müssen dann die Eier suchen. Auch werden rohe

Eier ausgeblasen, bunt bemalt und als Schmuck aufgehängt. Das Ei

symbolisiert das neue Leben, das durch Jesus Christus gekommen ist.

April

Der Termin von Ostern ist beweglich[1], andere Feste werden immer am selben

Tag gefeiert. So ist zum Beispiel der 1. April ein lustiger Tag. An diesem

Tag versucht man, Menschen „in den April zu schicken“. Das heißt, man gibt

Ihnen einen Auftrag, den sie gar nicht durchführen können. Auch in den

Zeitungen findet man an diesem Tag „Aprilscherze“; Berichte von

Ereignissen, die sich wahr anhören, es aber gar nicht sind.

In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai ist die Walpurgisnacht. Dann

sollen sich nach altem Volksglauben die Hexen mit dem Teufel auf dem

Brocken im Harz versammeln. Wie dieser Aberglaube entstanden ist, weiß man

nicht genau [2]. Später hat die katholische Kirche diesen Tag der heiligen

Walburga gewidmet. Auch heute noch wird das Hexenfest für Touristen

gefeiert.

Mai

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Der 1. Mai ist in vielen Ländern als „Tag der Arbeit“ ein Feiertag. Aber

vor allen ist er ein wichtiges Frühlingsfest. Jetzt sind die Bäume grün und

es wird wärmer. Die Menschen gehen in die Natur. In den Dörfern und Städten

wird ein Maibaum aufgestellt. Am Abend vorher feiert man den „Tanz in den

Mai“. Es gibt noch viele andere Bräuche im Mai.

Immer am 2. Sonntag im Mai feiert man den „Muttertag“[3]. Dann werden viele

Mütter von ihren Kindern beschenkt oder die ganze Familie geht zum Essen in

ein Restaurant.

Am 11.-15. Mai kann es noch einmal kalt und frostig werden. Man nennt diese

Tage die „Eisheiligen“. Es sind die Gedenktage von christlichen Märtyrern

und Bischöfen.[4] Erst nach diesen Tagen sät und setzt man

frostempfindliche Pflanzen.

Vierzig Tage nach Ostern kehrte Jesus Christus zu Gott, seinem Vater,

zurück. Dieser lebt in einer anderen Dimension, die die Bibel als „Himmel“

bezeichnet. Dort ist er jetzt und regiert über die Welt. Von dort wird er

auch auf diese Erde wiederkommen, um diese Welt zu richten und einen neuen

Himmel und eine neue Erde zu erschaffen. Den Tag seiner Rückkehr zu Gott

feiert man an „Christi Himmelfahrt“. Dies ist immer ein Donnerstag. Da

viele Menschen heute mit der Himmelfahrt nichts mehr anfangen können,

feiern sie stattdessen den „Vatertag“: Am „Vatertag“ gehen die Männer zu

Fuß oder mit dem Fahrrad auf einen feuchtfröhlichen[5] Vatertagsausflug.

Der 1. April

Ob er, was in den meisten Jahren zutrifft, noch mitten in die Fastenzeit

fällt oder – was selten genug der Fall ist – , auf die von

Frühlingsvorfreude geprägen Ostertage: Spaß muß sein am 1. April! Ein

Aprilnarr muß gefunden werden. Familienmitglieder, Schüler, Lehrer,

Freunde, Kollegen im Betrieb, die Leser der verschiedensten Zeitungen, die

Rundfunkhörer, sie alle laufen an diesem Tag Gefahr, einem wohldurchdachten

Scherz zum Opfer zu fallen, „in den April geschickt“ zu werden.

Die Wurzel des Brauches ist schwer zu ergründen – mindestens acht Deutungen

werden angeboten, drei davon reichen in die früheste Mythologie zurück.Nach Indien beispielsweise, wo der Name der Göttermutter Maja, der

Schöpferin allen Lebens, „die Täuschende“ bedeutete. Nach altem, indischen

Glauben war das ganze irdische Leben nur Schein, das Dasein eine Täuschung

und so war Maja, die die Menschen in diese Scheinwelt lockte, die größte

aller Täuscherinnen. Noch heute feiert man in Indien das Huli-Fest, ein

Fest des Täuschens, des Neckens.

Noch einmal wird die Mythologie strapaziert, die grechische diesmal. Rhea-

Kybele überreichte nämlich ihrem Gatten Kronos, dem „Kinderfresser“,

anstelle des neugeborenen Sohnes einen in ein Ziegenfell gehüllten Stein.

Kronos fiel auf den Trick herein und Zeus, der oberste der griechischen

Götter, war durch das mütterliche Täuschungsmanöver gerettet worden.

Auch germanische Frühlingsbräuche waren als Ausdruck ungebundener

Fröhlichkeit von allerlei Schabernack begleitet. Der Narr, der einem

solchen Scherz zum Opfer gefallen war, galt zugleich als Symbol des

Winters, mit dem nun der Frühling, der mit aller Macht seine Herrschaft

antrat, jetzt machen konnte, was er wollte.

Die alten Römer feierten in den ersten Nächten des April auf der Tiberinsel

zu Ehren der lebensspendenden Göttin Venus rauschende Orgien. Und

Mittelpunkt
dieser Feste waren jede Menge mutwilliger Streiche unter

Freunden.

Eine weitere Quelle nennt die Reformierung des Gregorianischen Kalenders

anno 1584 durch Karl IX. als Anfang der Aprilscherze. Durch diese Reform

wurde nämlich der Neujahrstag vom 1. April auf den 1. Januar gelegt, was

anfangs zu mancherlei Verwirrungen führte. Und Zeitgenossen, die statt zum

neuen am alten Datum, also am 1. April, die Freunde zur Neujahrsfeier

einluden, durften deren Spott sicher sein. Aus Frankreich kommend soll der

Brauch, jemanden „in den April schicken“, über das Elsaß nach Deutschland

gekommen sein und zwar während des 30-jährigen Krieges. Tatsächlich ist der

Spaß 1618 hierzulande erst nachweisbar.

Natürlich weiß auch das Christentum das Besondere dieses Datums zu deuten.

Da ist zum einen die Leidensgeschichte des HERRN, der – weil keiner die

Verantwortung für seine Verurteilung übernehmen wollte – zwischen Herodes

und Pontius Pilatus hin- und hergeschickt wurde. Woraus der Volksmund die

Formulierung machte, jemanden „von Pontius zu Pilatus“ zu schicken. Und

sinnlos umhergeschickt war ja auch mancher Aprilnarr.

Außerdem, so will es die Überlieferung, soll der Apostel Judas Ischariot,

der Jesus an die Häscher verriet, am 1. April geboren sein und am 1. April

seinem Leben ein Ende gesetzt haben. Einem solchen „Untag“ mitten im

christlich geprägten Lebenslauf konnte man mit Possenreißen gerecht werden.

Possen zu reißen, sich zum Narren zu machen – das war auch notwendig,

wollte man dem Teufel ein Schnippchen schlagen. Der nämlich hatte, an einem

Tag – mitten in der gottgefälligen Buß- und Fastenzeit – die Macht, die

Seelen zu Völlerei und Sünde zu verführen, sie dadurch vom frommen Tun

abzulenken. Nur den „einfachen Menschen“, den Narren und Tölpeln, konnte er

nichts anhaben. Der 1. April war also ein Abwehrtag gegen die Künste des

Satans: derjenige, über dessen Ungeschick alle lachten, galt als Narr und

war somit gegen jegliche Versuchung gefeit.

Welche dieser Deutungen die richtige ist? Niemand weiß es und einer, der

beauptet, er allein kene die wirkliche Geschichte – der will uns bestimmt

in den April schicken.

Rund um Ostern

Ostern und auch die Wochen davor gehören zu den schönsten und wichtigsten

Wochen im Kalender. Obwohl Weihnachten noch größer gefeiert wird, so ist

doch Ostern für Christen der Höhepunkt des Jahres. In der Woche vor Ostern,

der sogenannten „Karwoche“, denken wir an das Leiden von Jesus Christus. Er

litt Schläge, Spott und letztendlich den Tod am Kreuz, damit wir Menschen

wieder zu Gott kommen konnten. Unsere Schuld hatte er auf sich geladen und

somit den Weg zu Gott freigemacht. Aber Jesus blieb nicht tot. Am dritten

Tag hat Gott ihn wieder zum Leben erweckt.

Seit dem geschehen von Karfreitag und Ostern gibt es eine Hoffnung in

dieser Welt. Und alle, die davon wußten, mußten anderen davon weitersagen.

So verbreitete sich langsam die Botschaft von Jesus in viele Enden der

Erde. Und immer wieder vermischte sich auch diese Botschaft mit alten

Bräuchen, die schon aus vorchristlicher Zeit stammten. So entstand unser

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